

Inszenierung von Authentizität. Theatralität Band 1
A. Francke Verlag, Tübingen 2000
Herausgegeben von Erika Fischer-Lichte und Isabel Pflug unter Mitarbeit von Christian Horn und Matthias Warstat. Der vorliegende Band stellt einen Beitrag zur Debatte um Status und Begriff von Wirklichkeit dar. Es geht um die Frage ihres Konstruiertseins oder ihrer empirischen Vorgängigkeit, um die Frage ihrer Ästhetisierung und damit um die Frage nach der Gültigkeit der für unsere Kultur traditionellen Entgegensetzungen der positiv besetzten Begriffe Sein, Wahrheit, Authentizität mit den negativ besetzten Schein, Simulation, Simulakrum. In dieser Debatte fällt dem Inszenierungsbegriff eine Schlüsselfunktion zu. Denn Inszenierung lässt sich zwar einerseits als "Simulation" begreifen; andererseits ist aber gerade diese Simulation allein dazu fähig, Sein, Wahrheit, Authentizität zur Erscheinung zu bringen. Unter dem Oberthema "Inszenierung von Authentizität" haben sich die Autoren dieses Bandes mit der kulturellen Bedeutung des Inszenierungsbegriffs auseinandergesetzt.