Magazinrundschau

Paul Berman: reactionary turn in der intellektuellen Welt

Ein Blick in internationale Magazine. Jeden Dienstag ab 10 Uhr.
29.05.2007. In The New Republic konstatiert Paul Berman mit Blick auf Kontroverse um Tariq Ramadan und Ayaan Hirsi Ali einen reactionary turn in der intellektuellen Welt. Neo Rauch versetzt dem New Yorker einen zeitgenössischen Stich. In Trouw erklärt die Soziologin Jolande Withuis das Desperadotum für weiblich. Literaturen reist nach Neapel. Al Ahram fragt: Was - außer einem Dresscode - will die islamistische Partei Al-Gamaa Al-Islamiya? Die Weltwoche untersucht die Erziehung der Haute volee in Schweizer Internaten. In Tygodnik Powszechny schlägt Peter Esterhazy den Kopf gegen die Wand. Die New York Times wundert sich über die deutsche Ethik der Reue.

New Republic (USA), 28.05.2007

Paul Berman publiziert einen riesenhaften Essay über Tariq Ramadan. Er stellt all die Fragen, die Ian Buruma nicht oder nur oberflächlich in seinem Ramadan-Porträt für die New York Times gestellt hat. Berman hat nicht mit Ramadan gesprochen, aber er hat seine Bücher gelesen. Mit großer Geduld und Genauigkeit (ausgedruckt hat der Artikel 47 Seiten!) geht er Hinweisen, Widersprüchen und Interpretationsmöglichkeiten nach. Am Ende kommt er auch auf die vom Perlentaucher und signandsight.com lancierte Bruckner-Buruma-Debatte zu sprechen. Berman konstatiert einen "reactionary turn in der intellektuellen Welt" und spricht damit einige Autoren an, die gegen Ayaan Hirsi Ali polemisierten: "Eine Kampagne wie die gegen Hirsi Ali hätte noch vor ein paar Jahren niemals stattfinden können. Eine anhaltende Attacke auf eine authentische liberale Dissidentin, die gegen Ungerechtigkeiten in abgelegenen Teilen der Welt und sogar den Hinterhöfen Westeuropas protestiert, eine anhaltende Attacke, die fast schon die Erwähnung der Unterdrückung von Frauen und den Kampf für Frauenrechte aus der Diskussion ausradiert - nein, das hätte noch gestern nicht passieren können, außer bei der extremen Rechten. Das ist ein neues Ereignis."
Archiv: New Republic

Trouw (Niederlande), 26.05.2007

"Neigen Frauen stärker als Männer zum Desperadotum?" fragt die Soziologin Jolande Withuis in ihrem Essay "Leiden, streiten, heilig werden" über radikale Musliminnen. Deren Motivation sieht sie im Versprechen völliger Hingabe. "Der Glaube bietet radikalen Musliminnen eine 'totale' Identität, die sich nicht auf bestimmte Gelegenheiten beschränkt und die schwerer wiegt als alles andere. Das verlangt Anstrengung und Verzicht, bietet im Gegenzug aber auch Befriedigung und Seelenruhe. Langweilige oder lästige Vorschriften - sich bedecken, nicht alles essen dürfen - werden zu einer Quelle des Selbstbewusstseins. Es geht ihnen wie einer Magersüchtigen, die Befriedigung aus der Überwindung ihres Hungers zieht, auch wenn sie damit ihrer Gesundheit schadet. So beschäftigen sich diese Frauen bis zur Lächerlichkeit mit der Frage, welche Dinge 'haram' oder 'halal' sind - das füllt ihre Zeit und gibt ihnen das wohltuende Gefühl eines sinnvollen Lebens."

Außerdem: Onno Blom (mehr hier) porträtiert den Schriftsteller und frischgebackenen Preisträger des "P.C. Hooftprijs" Maarten Biesheuvel, in dessen Nachbarschaft er aufwuchs. "Biesheuvel war bei uns Schulkindern eine Berühmtheit. Wenn er gute Laune hatte, konnte eigentlich alles passieren. Er konnte auf der Straße laut ein Lied von Schumann anstimmen oder sich auf die Motorhaube eines Autos legen um zu horchen 'ob es die Zylinder noch tun'. Eines Tages kam er uns entgegen und fragte mit seiner typisch nasalen Stimme höflich, ob uns der Sinn nach 'einem Glas Ranja' stünde. Das ließen wir uns nicht zweimal fragen, es hieß nämlich, dass der Schriftsteller und seine Frau eine Ziege besäßen, die bei ihnen im Wohnzimmer lebe. Biesheuvel sagte nur 'Kommt mit, ich stelle Euch ihr vor.'"
Archiv: Trouw
Stichwörter: Vorschriften

New Yorker (USA), 04.06.2007

Peter Schjeldahl hat sich die Neo-Rauch-Ausstellung im New Yorker Metropolitan Museum of Art angesehen und versucht, aus den Bildern schlau zu werden. Meisterlich gemalt, gewiss. Aber gibt es irgendeine Bedeutung? "Die stilistischen Echos in den Bildern zu entziffern, bringt nicht viel. Je näher man die gelehrten Anspielungen in der Ausstellung betrachtet (zum Beispiel die Attitüden und Dresscodes aus der deutschen Romantik des 19. Jahrhunderts, die einige Figuren in den Gemälden an den Tag legen), desto tiefer die Enttäuschung beim Versuch, ihnen Sinn abzugewinnen. Wenn Rauchs Werk alptraumhaft ist, wie manche Kritiker behaupten, dann nicht wegen der Dramen, die es erzählt, sondern weil es sich über jede Art des Verstehens lustig macht. Es ist nicht rätselhaft, denn Rätsel implizieren Lösungen. Eher sagt es, dass wir vieles wissen, aber dass dieses Wissen fruchtlos ist. In diesem Sinne versetzt dieses Werk uns einen sehr zeitgenössischen Stich." Viel Rauch um nichts, sozusagen?

Weitere Artikel: Jeffrey Gobin beschreibt die Verwirrung bei den Republikanern im Weißen Haus. Zu lesen sind unter der Überschrift "Wie ich den Krieg verbrachte. Ein Rekrut in der Waffen-SS" 13 Seiten Günter Grass. Gary Giddins porträtiert den Jazz-Pianisten Hank Jones. Louis Menand bespricht Michael Ondaatjes Roman "Divisadero". Anthony Lane sah im Kino "Knocked Up" von Judd Apatow und befindet, dass die beste Vorstellung im dritten Teil der Piraten-Serie "Pirates of the Caribbean: Am Ende der Welt" ein Affe gibt. Lesen dürfen wir außerdem die Erzählung "Faith" von William Trevor und Lyrik von David Baker, Elizabeth Macklin und Marvin Bell.
Anzeige
Archiv: New Yorker

al-Sharq al-Awsat (Saudi Arabien / Vereinigtes Königreich), 23.05.2007

In einen Interview über die Perspektiven eines Dialoges der Zivilisationen kritisiert der in Frankreich lebende algerische Philosoph Muhammad Arkoun das Geschichtsverständnis in der arabischen Welt. Die Araber, so Arkoun, streben seit Nasser "nach der 'einen arabischen Nation'. Dieses Streben verkennt, dass zum Beispiel Algeriens Geschichte sich anders entwickelt hat als die Marokkos - auch wenn Nordafrika eine geografische Region ist. Das ist aus meiner Sicht ein sehr wichtiger Punkt, der dieser Illusion eigen ist: Wir sehnen uns nach Dingen, deren unterschiedliche Ebenen wir nicht wahrnehmen, deren unterschiedliche historische und soziologische Facetten wir ignorieren. Alle diese Ländern haben Arabisch als offizielle Sprache angenommen, und die arabische Sprache spielt eine wichtige Rolle bei der Kommunikation zwischen den Ländern. Dass heißt aber nicht, dass es sich bei der Geschichte, mit der wir als Gesellschaft verbunden sind, um nur eine einzige Geschichte handelt."

Außerdem: Angesichts Nicolas Sarkozys Ankündigung, die 1968er hinter sich lassen zu wollen, erinnert Muhammad al-Mazdiwi daran, dass es erst die Veränderungen von 1968 waren, welche die Wahl eines ungarischen Immigrantenkindes in das französische Präsidentenamt möglich machten.
Stichwörter: Algerien, Marokko

Tygodnik Powszechny (Polen), 22.05.2007

Peter Esterhazy, dessen polnische Ausgabe seines Romans "Harmonia caelestis" auf ein breites Medienecho stieß, knirscht beim Interview mit den Zähnen, wenn es um nationale Identitäten geht. "Was es heißt, ein Ungar zu sein? Wenn ich diese Frage höre, schlage ich mit dem Kopf gegen die Wand. Aus der Sicht eines Franzosen kann man diese Frage gar nicht stellen. Es ist aber eine sehr deutsche und wohl auch polnische Frage". Europa ist ihm da viel näher. "Das europäische Denken ist ein aristokratisches - die noblen Familien leben in einem übernationalen Raum, so wie die jüdischen Familien auch. Man denkt einfach nicht in einem nationalen Rahmen."

Der Theaterregisseur Jan Klata hat Timothy Whites Bob-Marley-Biografie mit Bewunderung gelesen. "Dieses Buch ist suspekt. Ich lese es und verliere mich im Dickicht widersprüchlicher Fakten. Ich kämpfe mich durch ein Gestrüpp irrelevanter Informationen von großer Bedeutung. Dieses Buch ist das Ergebnis jahrelanger fanatischer Arbeit. Je mehr White über Bob Marley schreibt, um so komplexer scheint dieser beseelte Künstler, der wie ein Prophet sang, aber nicht wie ein Prophet lebte." Klata unterstreicht auch die Rolle der Rastafari-Religion im Leben des Musikers: "Wer wissen will, was die Bibel mit seiner Musik zu tun hat, sollte sie einfach hören. Er soll hören, wie die Mauern von Jericho fallen."

Merkur (Deutschland), 01.06.2007

Autor Martin Kloke zeichnet nach, wie die deutsche Linke vor vierzig Jahren, im Jahr 1967, von der Geschichte verabschiedete und mit dem Sechs-Tage-Krieg antiisraelisch wurde - trotz aller arabischen Vernichtungsdrohungen. Bis heute habe sich die Linke von diesem Antiisraelismus nicht frei gemacht, meint Kloke, der einen fortgesetzten Trend ausmacht, nämlich "den einer Schuld aufrechnenden und abwehrenden Umwegkommunikation, bei der die traditionelle Judenfeindschaft von antiisraelischen Ressentiments abgelöst worden ist. Wie ein Mantra wird hierzulande immer wieder die Frage beschworen, ob und wie viel Kritik an Israel 'erlaubt' sei. Aufmerksame Zeitungsleser wissen, dass es in Deutschland seit Jahrzehnten kein Tabu mehr ist, Israel und die israelische Regierung zu kritisieren. Ministerpräsident Scharon wurde bis zu seinem Schlaganfall Ende 2005 scharf kritisiert - zum Teil noch heftiger als seine Vorgänger Menahem Begin und Benjamin Netanjahu in den achtziger und neunziger Jahren. Die Schlüsselfrage lautet daher nicht, ob Israelkritik hierzulande erlaubt ist, sondern ob Medien, Politiker und Kulturschaffende ein faires oder aber verzerrtes Israelbild zeichnen."

Sehr instruktiv ist auch Dmitri Zakharines Untersuchung zum politisch-kriminellen Komplex russischer Saunafreundschaften, Geldwäsche und politischer Säuberungen: Seit Jahrhunderten wird beim gemeinsamen Schwitzen über Geopolitik, Pipelines und politische Karrieren entscheiden. Schon Godunows Aufstieg begann als Sauna-Bediensteter von Iwan dem Schrecklichen! Und weiter schreibt Zakharine: "Der Beginn der großen politischen Säuberung nach dem Attentat auf Kirow 1934 fiel in die Zeit, als Stalin vom gemeinschaftlichen Baden zur individuellen Körperpflege übergegangen war. Den Nahstehenden sei, so wird berichtet, diese Änderung gleich aufgefallen 'Kirow war bei Stalin im Winter 1934 zu Besuch. Im Dampfbad waren sie zu zweit. Seitdem war Stalin nie mehr im Dampfbad', schreibt Major A.T. Rybin, ein Offizier der Leibwache. Die Rückkehr des Staatslenkers ins gemeinschaftliche Baderitual fällt in die Tauwetterperiode der fünfziger Jahre, als im politischen Leben Russlands angesichts der Wiederhstellung der kollektiven Führung in der Partei gewisse Liberalisierungstendenzen verzeichnet wurden."

Weiteres: In der Ökonomiekolumne würdigt Uwe Jean Heuser die zwei großen Vertreter der Zunft, die sich stärker nicht hätten widersprechen können, die beide aber große Ökonomen waren und im vergangenen Jahr gestorben sind: Den ultraliberalen Milton Friedman und den Planwirtschaftler John Kenneth Galbraith. Über den "Gegenreformator" Friedman schreibt auch Paul Krugman. Autor und Jurist Berndhard Schlink denkt über Verrat, Loyalität und Identität nach. Und Cord Riechelmann bespricht Josef H. Reichholfs "Kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends".
Archiv: Merkur

Boston Review (USA), 01.05.2007

Die Boston Review bringt einen langen Text des iranischen Intellektuellen Akbar Ganji, der im letzten Jahr nach Jahren im Evin-Gefängnis freigelassen wurde und nun in den USA und Europa unterwegs ist, um für eine neue Politik, des Westens gegenüber dem Iran zu plädieren: Keinen Krieg gegen die Mullahs, sondern Unterstützung des Wandels von innen, fordert er: "Als Antwort auf eine solche internationale Unterstützung müssten führende Iraner, alle Freiheitsliebenden im Iran und das iranische Volk im allgemeinen Druck auf das Regime ausüben, damit es seinen nuklearen Traum aufgibt. Selbst wenn das iranische Regime nur auf friedliche Nutzung der Atomenergie aus ist, wären das iranische Volk und die Nachbarländer angesichts der schlechten Technologie und Kontrolle im Land in ständiger Gefahr einer Katastrophe für Menschen und Umwelt. Falls das iranischen Atomprogramm sogar auf Waffen aus ist, wären die Gefahren noch weit größer. Aber wenn der externe Druck Not über die iranischen Menschen bringt, dann ist er nicht zu akzeptieren."

Stichwörter: Boston

Nepszabadsag (Ungarn), 21.05.2007

Die katastrophal schlechte, doch inzwischen legendäre ostdeutsche Automarke Trabant ist 50 Jahre alt geworden. Die ungarischen Fans feierten den großen Tag angemessen, findet Zsigmond Falusy: "Wenn das Honecker erlebt hätte! Im Wind flattert eine DDR-Flagge, überall Trabants und junge Menschen in trendigen DDR-T-Shirts. (...) Der Trabant ist mehr als eine Leidenschaft. Er symbolisiert ganz Osteuropa, unser ganzes jämmerliches Leben, die Hornkämme der Ostdeutschen, das Mauscheln der Polen, die Armut der Bulgaren, die Tauchkolbenpumpe, die ich von einer sowjetischen Touristengruppe gekauft hatte, das preiswerte Bier in Prag und der auf dem Schwarzmarkt ergatterte Dollar, Kadar, Honecker und Breschnew, Flammkuchen und Kartoffelnudeln. Witzig und traurig zugleich."
Archiv: Nepszabadsag

Babelia (Spanien), 26.05.2007

Fakt & Fiktion: Vor sechs Jahren untersuchte ein kurzer spanischer Roman das Verhältnis zwischen beidem am Beispiel des Spanischen Bürgerkrieges. Das Buch löste landesweit eine heftige Auseinandersetzung über die Vergangenheit aus und wurde seither über eine Million mal verkauft. Anlässlich der ersten Taschenbuchausgabe seiner 'Soldaten von Salamis' äußert sich der Autor Javier Cercas erneut zum Thema: "Eignet sich die Fiktion besser, um Geschichte zu erzählen? - Keineswegs. Die Geschichte muss von den Historikern erzählt werden. Die Fiktion darf sich der Geschichte bedienen, aber was dabei herauskommt, ist und bleibt Fiktion, kein Ersatz für Geschichte. Allerdings kann diese Fiktion Licht auf manche Gebiete der Geschichte werfen, die die Historiker nicht erhellen können - vielleicht, weil die Fiktion sich nicht von vornherein unter dieser Prämisse an die Arbeit machen muss."

Einer, der hierzu einiges zu sagen hat, ist der britische Historiker Paul Preston (s. a. hier). Er hat soeben ein Buch über die Rolle der internationalen Berichterstatter während des Spanische Bürgerkrieges vorgelegt: "Im Spanischen Bürgerkrieg wurde der Journalismus erwachsen: die Reporter hatten, vor allem in der republikanischen Zone, die Möglichkeit, unmittelbar bis an die Front zu gelangen, auch Vertreter von Zeitungen, die sich nicht eindeutig für eine der beteiligten Seiten aussprachen - mit Letzterem war es im Zweiten Weltkrieg vorbei. In dieser Hinsicht funktionierte die Spanische Republik tatsächlich bis zuletzt weitgehend wie eine Demokratie."
Archiv: Babelia

New York Times (USA), 27.05.2007

Christopher Caldwell schreibt für das New York Times Magazine eine große Reportage über das Problem der Integration in Deutschland, für das er auch Necla Kelek und Seyran Ates interviewt. Unter anderem staunt er über den großen Erfolg von Erinnerungsbüchern muslimischer Frauen in Deutschland: "Warum die Deutschen diese Bücher in solcher Zahl konsumieren, ist unklar. Deutschland war immer ein Land mit unersättlichem Interesse für andere Kulturen, daher seine Rolle in der Entstehung der Sozialwissenschaften und daher auch die unglaubliche Konzentration von Museen in Berlin. Es kann auch sein, dass die Deutschen die Ethik der Reue nach dem Zweiten Weltkrieg zu tief verinnerlichten, als dass sie genug Selbstvertrauen oder Neigung für pauschale oder kritische Werturteile über andere Kulturen verspürten. Sie brauchen Nichtdeutsche oder Halbdeutsche oder Neudeutsche, um diese Dinge zu sagen." Caldwell bereitet ein Buch über Islam in Europa vor.

Die in Teheran lebende amerikanisch-iranische Autorin Azadeh Moaveni schildert für die New York Times Book Review die Auswüchse der literarischen Kritik im Iran: "Das Ministerium untersucht Buchmanuskripte vor allem auf erotische oder religiöse Verstöße. Wenn es ein Roman heute durch die Zensur geschafft hat, dann vermuten die Iraner, dass darin herumgepfuscht wurde und dass sie besser versuchen sollten, eine Ausgabe aus der Zeit des Schahs oder eine Raubkopie zu bekommen. Auch in der Fiktion müssen alle Beziehungen dem islamischen Gesetz entsprechen. In der jüngsten Ausgabe von 'Madame Bovary' ist Emmas Ehebruch ausgelassen. Figuren, die in westlichen Romanen Champagner oder Whisky trinken, finden sich in der iranischen Ausgabe mit einem Glas doogh, einem Joghurtgetränk (Rezept) wieder, das noch nie jemand beschwipste."

Die Times hat sich mit der Besprechung von Don DeLillos neuem Roman "Falling Man" (erstes Kapitel) bis vorgestern Zeit gelassen.