Bee Wilson

Am Beispiel der Gabel

Eine Geschichte der Koch- und Esswerkzeuge
Cover: Am Beispiel der Gabel
Insel Verlag, Berlin 2014
ISBN 9783458176190
Gebunden, 373 Seiten, 25,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Laura Su Bischoff. In einem Streifzug durch die Kulturen der Welt widmet sich Bee Wilson, selbst passionierte Köchin mit einer Schwäche für Messbecher, den heimlichen Stars der Küche: dem Messer, dem Topf und den anderen Koch- und Esswerkzeugen. Sie führt uns von den prähistorischen Feuerstellen in Afrika bis an den Induktionsherd in mitteleuropäischen Luxusküchen. Und wir erfahren, wie der Kochtopf unseren Vorfahren die Zähne gerettet, der Schneebesen die Backkultur und der Kühlschrank das Leben der Menschen revolutioniert hat - wie die Gerätschaften nicht nur bestimmen, wie, sondern auch, was wir kochen und essen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.11.2014

Durchaus anerkennend bespricht Rezensent Jakob Strobel Y Serra Bee Wilsons unter dem Titel "Am Beispiel der Gabel" erschienene Kulturgeschichte der Koch- und Esswerkzeuge - schon allein, weil sie damit eine bis dahin existierende Leerstelle zu schließen versucht. Interessiert liest der Kritiker, wie sich der Gebrauch der Gerätschaften wandelte, dass es Kochtöpfe erst seit etwa zehntausend Jahren gibt, dass Urvölker in heißen Quellen kochten und dass die Mikrowelle durch Radarsysteme für die Marine entstand. Ebenso erstaunt lernt der Rezensent von der Gastrokritikerin auch, welche kulturgeschichtliche Bedeutung die Gabel hat. Leider muss er allerdings auch feststellen, dass Wilson sich nicht nur immer mehr im "Plauderton" verliert, sondern im Laufe der nicht immer sachbezogenen Anekdoten ihr eigentliches Ziel aus den Augen verliert.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 27.11.2014

"Eine Geschichte der Koch- und Esswerkzeuge" heißt Bee Wilsons Küchenstudie "Am Beispiel der Gabel" im Untertitel, doch Gero von Randow mag das so nicht stehen lassen: keine "Geschichte der Sachen, sondern der Handlungen" hat die Autorin und Gastro-Journalistin hier vorgelegt, wie der Rezensent erfreut feststellt, es geht vielmehr um die Werkzeuge als Mittel zum Zweck, und dieser Zweck sind Küchenaufgaben, aber auch kulturelle Codes und Gebräuche. Über Kochtechniken erfährt von Randow hier also ebenso viel wie über Tischsitten, und das Resultat findet er äußerst anregend, nicht zuletzt für den Appetit.