Südtirol Chronik

Das 20. Jahrhundert
Cover: Südtirol Chronik
Athesia Verlagsanstalt, Bozen 2000
ISBN 9788882660161
Gebunden, 445 Seiten, 50,11 EUR

Klappentext

Das 20. Jahrhundert ist zu Ende. Hundert Jahre, von denen die Geschichte Südtirols geprägt wurde. Unfälle, Tragödien und Gewalttaten, aber auch wirtschaftliche, kulturelle und soziale Ereignisse werden anhand von Berichten aus Zeitungen Jahr für Jahr wiedergegeben. Die Autorengruppe zeigt auf wenigen Seiten die Zeitungsberichte über die wichtigste Vorfälle jedes Jahres. Diese Schlagzeilen werden so manche Erinnerung beim Leser wachrufen - ein Jahrhundert Südtiroler Geschichte kann auf diese spannende aber manchmal auch lustige Art und Weise durchgeblätter werden.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.08.2000

Nach einem langen Abriss der Geschichte Südtirols stellt Reinhard Olt fünf Bücher zum Thema vor, die durch ihre „objektivierbare Betrachtungsweise“ glänzen. Olt findet das imponierend, denn gerade bei Südtirol, so erklärt er, neigen viele Autoren stark zu Parteilichkeit. Der Leser glaubt es sofort, denn auch Olt macht nicht gerade einen objektiven Eindruck, wenn er in seiner Darstellung der jüngeren Geschichte Südtirols die „Verzweiflungstaten“ einiger „beherzter Idealisten“ erwähnt. Gemeint ist damit der ‚Befreiungsausschuss Südtirols’, der den italienischen Staat jahrelang mit Sprengstoffanschlägen terrorisiert hat. Rolf Steininger und Michael Gehlen, den Autoren/Herausgebern der kurz besprochenen Bücher, bescheinigt Olt jedoch, „leuchtende Pfade durch den Dschungel“ subjektiver Meinungen geschlagen zu haben.
1) Rolf Steininger: „Südtirol 1918-1999“
Dieser Band, so Olt, ist für einen „breiteren Leserkreis“ geeignet. Alle wichtigen Daten und Ereignisse in der Geschichte Südtirols würden „übersichtlich“ aufgeführt. Der Band:
2) Rolf Steininger: „Südtirol im 20. Jahrhundert. Dokumente“
enthalte ergänzend alle wichtigen Vertrags- und Verlautbarungstexte wie etwa den Vertrag von 1946, der den Südtirolern nach Jahren der Vereinnahmung durch Italien eine gewisse Autonomie gewährte und den Südtiroler Kindern zugestand, in ihrer Sprache (deutsch) unterrichtet zu werden.
3) Rolf Steininger: „Südtirol zwischen Diplomatie und Terror 1947-1969“. 3 Bände
Bei dieser dreibändigen Ausgabe gerät der Rezensent ins Schwärmen: sie ist von „immenser Materialfülle“, vollgestopft mit unzähligen Details, kurz gesagt, eine „gewaltige Leistung“, die aber nicht unumstritten ist, wie Olt zugibt. Insbesondere die Österreicher sollen es übelgenommen haben, dass Steininger behauptet, die Italiener hätten sich mehr vom Druck der Bundesrepublik Deutschland beeindrucken lassen als von dem Österreichs.
4) Michael Gehler (Hrsg.): „Tirol. Land im Gebirge“
Dieses Buch, so Olt, ist ein „unentbehrliches Nachschlagewerk“ für jeden, der sich über die Geschichte der Teilung Tirols informieren will. Gehler gehe davon aus, dass sich Tirol und Südtirol mit der Zeit auch kulturell unterscheiden werden. Diese These werde mit dem letzten Buch,
5) „Südtirol Chronik. Das 20. Jahrhundert“
„materialreich“ erhärtet, schreibt Olt.
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