Rainer Nicolaysen

Der lange Weg zur VolkswagenStiftung

Eine Gründungsgeschichte im Spannungsfeld von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft
Vandenhoeck und Ruprecht Verlag, Göttingen 2002
ISBN 9783525865200
Gebunden, 519 Seiten, 38,00 EUR

Klappentext

Die VolkswagenStiftung ist seit ihrer Gründung im Jahre 1961 die leistungsstärkste wissenschaftsfördernde Stiftung in Deutschland. Sie ist keine Unternehmensstiftung, wie der Name vermuten lassen könnte, sondern eine von der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Niedersachsen ins Leben gerufene Einrichtung. Die Gründung dieser privatrechtlichen Institution war keineswegs selbstverständlich. Basierend auf dichtem Quellenmaterial stellt Nicolaysen die spannungsreiche Gründungsgeschichte der Stiftung erstmals umfassend dar und analysiert sie im Kontext von wissenschafts-, wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Erwägungen, Programmen und Initiativen der frühen Bundesrepublik.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 06.07.2002

Anlässlich des vierzigsten Geburtstages der VolkswagenStiftung sind nun "zwei imposante festschriftliche Arbeitsbände" erschienen, die Vorgeschichte und Wirken der Stiftung näher beleuchten, berichtet Rezensent Rainer Hoffmann. Der erste Band "Impulse geben - Wissen stiften" behandelt laut Hoffmann in neunzehn Beiträgen die mannigfaltigen Aktivitäten der Stiftung und die eindrucksvolle Erfolgsbilanz der Stiftung. Dabei kommen, teilt Hoffmann mit, neben allgemeinen Fragen zum Stiftungswesen, auch konkrete Projekte zur Sprache. Deutlich werde die Tendenz der Stiftung zu einer zunehmend operativen Stiftung, die nicht als bloße Geldgeberin fungieren, sondern eigene Impulse geben will. Im zweiten Band "Der lange Weg zur VolkswagenStiftung" untersucht Rainer Nicolaysen die laut Hoffmann "verwirrende Gründungsgeschichte der Volkswagen-Stiftung", die sich im Spannungsfeld von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft vollzogen hat. Nicolaysen hat diese Geschichte nach Hoffmanns Einschätzung "detailliert" und "umfassend" rekonstruiert, und ebenso "übersichtlich wie transparent" dargestellt. Nicolaysen ist mit seiner Gründungsgeschichte ein "politikgeschichtlich bedeutsames Werk" gelungen, lobt Hoffmann, das sich teilweise wie eine Geschichte der westdeutschen Gesellschaft in den fünfziger Jahren lese.