Philip-Lorca diCorcia

Heads

with an essay
Steidl Verlag, Göttingen 2001
ISBN 9783882434415
Gebunden, 40 Seiten, 39,80 EUR

Klappentext

17 Abbildungen. Auf diversen Galerien der ART Cologne 2001 erhielt man schon einmal einen Vorgeschmack auf das neue Werkkonvolut von Phlilip Lorca DiCorcia. Der gerade eingetroffene Katalog versammelt nun 17 großformatige Portraits des Amerikaners, die meisterlich fotografische Oberflächenhaptik mit rembrandtscher Lichtmystik vereinen. Sehr streitbar und ästhetisch ein Wurf.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 04.05.2002

Daniel Kothenschulte hat die neue Bilderserie des Fotografen Philip-Lorca diCorcia mit Porträts New Yorker Passanten, "Heads", offensichtlich sehr gut gefallen. Menschen auf offener Straße und schnappschussgerecht zu fotografieren, ihnen also, wie der Rezensent schreibt, die "Privatheit zu entreißen", hätte meist - siehe Paparazzi-Bilder - unweigerlich zur Folge, dass "ihnen dabei auch ihre Würde" gestohlen werde. Doch DiCorcias Porträts und seine von der Werbefotografie übernommene Technik, die Porträtierten mit einem Spotlight zu beleuchten, verleihen diesen einen geradezu heiligen Schein, meint Kothenschulte. Die Porträtierten seien hier sogar "weit mehr bei sich" als auf einem "normalen" Schnappschuss. Die Serie "Heads" so Kothenschulte weiter, illustriert nicht nur "jene Idee von New York als der Stadt der größten Anonymität", sondern auch - obwohl lange vor dem WTC-Anschlag und kollektiven Schock entstanden - "einen unausgesprochenen inneren Zusammenhalt."