Peter Hersche

Italien im Barock-Zeitalter (1600 bis 1750)

Eine Sozial- und Kulturgeschichte
Böhlau Verlag, Wien 1999
ISBN 9783205990086
gebunden, 377 Seiten, 39,88 EUR

Klappentext

Das "dunkle Jahrhundert" des italienischen Barock: außenpolitische Bedeutungslosigkeit und spanische Fremdherrschaft, schlechte Verwaltung und allgegenwärtige Korruption, Herrschaft eines fanatischen Klerus und blutsaugerischen Adels, Pest und wirtschaftlicher Niedergang, Verfolgung der Intelligenz (der Fall Galilei) durch Inquisition und Index, barocker Schwulst und sinnlose Ressourcenverschwendung - so das herkömmliche Bild des "secolo di decadenza". Peter Hersche interpretiert das barocke Zeitalter in Italien zwischen 1600 und 1750 ganz anders. In seiner Darstellung des italienischen Südens, dem Leben von Adel, Klerus und gewöhnlichem Volk, Sexualität, Ehe und Familie, Bruderschaften, Stiftungswesen und Laienfrömmigkeit, dem Niedergang von Gewerbe und Handel bei gleichzeitigem Aufblühen einer neuzeitlichen Landwirtschaft, sowie der gewaltigen Bedeutung von Kunst und Musik im Barock zeigt er die Epoche als große Konsolidierungsphase, die Italien ein langes "goldenes" Zeitalter beschert.
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