Optik - Technik - Soziale Kultur

Siegfried Czapski, Weggefährte und Nachfolger Ernst Abbes. Briefe, Schriften, Dokumente
Hain Verlag, Rudolstadt 2000
ISBN 9783930215911
Gebunden, 583 Seiten, 25,46 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Andreas Flitner und Joachim Wittig.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.01.2001

Thomas Kreuder zeigt sich in seiner Rezension stark beeindruckt von der Persönlichkeit Siegfried Czapskis. Da die Herausgeber, wie er erfreut zur Kenntnis nimmt, "wenig mehr getan" haben als Briefe, Reden und andere Dokumente zusammenzustellen, spreche Czapski in diesem Band sozusagen für sich selbst. Es entstehe das Bild eines Mannes, der trotz aller Kompetenz und Leistung eher zu "Selbstzweifeln" neigt und so gar nicht dem heutigen Bild des "angeblich immer leistungs- und entscheidungsbereiten Managers" entspreche. Sein Aufstieg zum Leiter der Zeiss-Werke verdankte sich keinem Karriereplan, erklärt Kreuder, sondern einem glücklichen Zufall: Der "harmoniebedürftige" Czapski fand bei Ernst Abbe, dem führenden Kopf der Zeiss-Werke, "freundliche" Aufnahme und teilte seine sozialpolitischen Vorstellungen, die sich zum Beispiel in "betrieblichen Sozialeinrichtungen" niederschlugen. Nach Abbes Tod sorgte Czapski dafür, dass diese Politik weitergeführt wurde. Der Leser hätte in der Rezension vielleicht noch gern erfahren, ob Lothar Späth diese "beispielgebende" soziale Fürsorge wiederaufleben ließ, doch das sagt der Rezensent ihm nicht.
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