Notker Hammerstein

Die Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main

Bd. III: Ihre Geschichte in den Präsidentenberichten. 1972-2013
Cover: Die Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
, Göttingen 2014
ISBN 9783835315921
Gebunden, 275 Seiten, 29,90 EUR

Klappentext

Zum hundertjährigen Universitätsjubiläum schließt Hammerstein seine Frankfurter Universitätsgeschichte vorläufig ab. Der Band gibt Einblicke in die Pläne, Absichten und Entwicklungen der Goethe-Universität und zeichnet zugleich Spannungsfelder nach, die die Geschichte der deutschen Universität in den letzten vierzig Jahren begleitet haben. Die wirtschaftliche Rezession ab den 1970er Jahren stellte die Universität vor das Problem der nunmehr gravierenden Unterfinanzierung bei zugleich massivem studentischen Zustrom. Die daraus resultierenden Spannungen zwischen Universität und Landesregierung und die Reformdiskussionen blieben ein dauerhaftes Phänomen. Die raschen Veränderungen durch Ökonomisierung und die Utilitätsbewertung von Wissenschaft prägten die Universität des 19. und 20. Jahrhunderts nicht unerheblich und stellten die Hochschulen vor immer wieder neue Anpassungsforderungen. Hammerstein zeigt, wie die Frankfurter Universität diesen Herausforderungen begegnete und es ihr gelang, zu einer der modernsten und wissenschaftlich auf vielen Feldern überzeugenden Hochschulen aufzusteigen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 01.07.2015

Wie die Frankfurter Hochschule von einer bürgerlichen Institution zur staatlichen Massenuni wurde, kann Hans-Albrecht Koch bei Notker Hammerstein nachlesen. Dessen Jubiläumsband nennt er einen großen Wurf und eine der detailliertesten Universitätsgeschichten, auch wenn der Rezensent den ein oder anderen verdienstvollen akademischen Leiter allzu knapp behandelt findet. Neu aus den Archiven erarbeitet, die rechtlichen Grundlagen und die Organisation erörternd, bietet das Buch Koch auch kritische Einblicke in wenig ruhmreiche Momente der Universitätsgeschichte, etwa während der Nazizeit, oder betreffend Adornos Berufungspolitik.
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