Nach 'Achtundsechzig'

Krisen und Krisenbewusstsein in Deutschland und Frankreich in den 1970er Jahren
Cover: Nach 'Achtundsechzig'
Oldenbourg Verlag, München 2013
ISBN 9783486721959
Kartoniert, 193 Seiten, 29,80 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Gotto, Bernhard; Möller, Horst; Mondot, Jean und anderen. Die 1970er Jahre waren beiderseits des Rheins gekennzeichnet von den Folgen schwerer gesellschaftlicher Umbrüche, wirtschaftlicher Erschütterungen und innen- wie außenpolitischer Unsicherheit. Der Band setzt sich mit Perzeption und Konsequenzen der Protestbewegung von 1968 auseinander, aber auch mit den Folgen des Ölpreisschocks und der Bedrohung durch den Terrorismus als transnationale Phänomene. Sie veränderten das politische System, soziale Praktiken, wirtschaftliche Handlungsagenden, diskursive Strategien und kulturelle Wahrnehmungen in beiden Ländern tiefgreifend. Auf allen diesen Feldern vergleichen Historikerinnen und Historiker aus Deutschland und Frankreich Entwicklungen, die bis heute unsere Wahrnehmung prägen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.12.2013

Von wegen Krise. Dominik Geppert lobt sich die Zurückhaltung der Autoren dieses Sammelbandes beim Umgang mit dem Begriff und ihre Neigung zur Rede von "Krisenbewusstsein". Überhaupt erscheinen ihm die 70er in den Beiträgen geprägt von einer zu begrüßenden Politisierung breiter Gesellschaftsschichten. Bedauerlich findet er, dass der anvisierte Vergleich zwischen Frankreich und Deutschland in den meisten Texten nur angedeutet wird. Immerhin zeigt ihm ein Beitrag von Bernhard Gotto, der Brandt und Giscard d'Estaing in den Blick nimmt, wie erhellend die komparatistische Perspektive sein kann. Aktuelle Bezüge verspielt der Band laut Geppert, indem die Anfänge einer gemeinsamen europäischen Währung nur angerissen werden.