Carl Friedrich Mylius

Das alte Frankfurt

Fotographien von 1855-1890
Cover: Das alte Frankfurt
Schirmer und Mosel Verlag, München 2014
ISBN 9783829606820
Gebunden, 260 Seiten, 49,80 EUR

Klappentext

Der Aufstieg Frankfurts zu einer der wichtigen Industriemetropolen vollzog sich innerhalb weniger Jahrzehnte. 1866, im Jahr der Annexion durch Preußen, hatte die bis dahin eher provinzielle, aber Freie Stadt 90.000 Einwohner, 1910 waren es bereits 400.000. Der Preis für diese rasante Entwicklung war hoch: ganze Straßenzüge und Stadtviertel mussten neuen Bebauungs- und Verkehrsplanungen weichen, Eingemeindungen ließen Frankfurt zeitweise zur flächengrößten Stadt Deutschlands anwachsen. Von all dem blieb die Altstadt weitgehend unberührt - bis zu ihrer fast totalen Zerstörung im 2. Weltkrieg.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 16.12.2014

Der Band mit Fotografien von Carl Friedrich Mylius aus den Jahren 1855 bis 1890 begeistert Christian Thomas nicht nur durch seine Systematik, die auf den akribischen Fotografen zurückgeht. Lieblingsorte, Armenorte, das berühmte Mainpanorama in 32 Einzelaufnahmen, Alt- und Neubauten, Werbung, Kaufmannshäuser - all dem begegnet Thomas hier, dem bürgerlichen Frankfurt als Stillleben, wie er schreibt. Beeindruckt hat ihn, wie der Künstler seinem Gespür für Monumentales freien Lauf lässt und dennoch antimonumental inszeniert, still die Häuser dämmernd im Nachmittagslicht. Nüchtern also, auch bei den Innenarchitekturen. Mylius' Verdienst steht laut Rezensent im Vorwort: die Überlieferung des Frankfurter Stadtbildes der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts an den heutigen Betrachter.
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