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Michael von Brück

Einführung in den Buddhismus

Cover: Einführung in den Buddhismus
Insel Verlag, Frankfurt am Main 2007
ISBN 9783458710011
Gebunden, 601 Seiten, 24,80 EUR

Klappentext

In der europäischen Rezeption ist die Frage gestellt worden, ob der Buddhismus eine Wissenschaft, eine Philosophie, eine Religion oder eher ein praktisches Meditationssystem sei. Michael von Brück zeigt in seiner Einführung, dass der Buddhismus dies alles zugleich ist, und mehr: Er ist eine Wissenschaft von den psychischen Prozessen und Faktoren, die Wahrnehmung und Denken beeinflussen. Er ist eine Philosophie, die eine konsistente Erkenntnistheorie, Kosmologie und Anthropologie entwickelt hat. Er ist eine Religion, die durch ethische Anweisungen und kultische Praxis Werte für großflächige kulturelle Räume geschaffen hat. Er ist ein praktisches Meditationssystem, das durch unterschiedliche Methoden die bewusste Achtsamkeit im alltäglichen Leben, die Kontrolle der Emotionen und Gedanken sowie die Integration körperlicher und mentaler Vorgänge ermöglicht. Der Buddhismus ist aber vor allem ein spiritueller Weg, der alle Lebensbereiche erfassen, durchdringen und transformieren will.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 30.10.2007

Höchste Anerkennung zollt Rezensent Manuel Gogos dieser umfangreichen Einführung in den Buddhismus des Religionswissenschafters Michael von Brück. Er würdigt den Autor als einen der besten Kenner des Buddhismus überhaupt, der nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch mit ihm vertraut sei. Die Bezeichnung des Werks als "Einführung" scheint ihm fast ein wenig zu bescheiden. Er bescheinigt dem Autor, den Buddhismus aus seinen heiligen Schriften in Sanskrit oder Tibetisch, aus seiner Kunstgeschichte und aus seiner Lebenswirklichkeit von Indien bis Sri Lanka, China und Japan verständlich zu machen. Dabei begrüßt er den Ansatz der "historischen Hermeneutik", den Brück verfolgt. Besonders interessiert sich Gogos für die fesselnde Rekonstruktion des Wegs, die der Buddhismus in den Westen genommen hat. Abschließend lobt er das Werk als ein Musterbeispiel eines "komplexn, multiperspektivischen religionswissenschaftlichen Denken", das sich "auf der Höhe der Zeit" bewege.