Metropole Wien

Texturen der Moderne, 2 Bände
WUV Universitätsverlag, Wien 2000
ISBN 9783851144802
Kartoniert, 641 Seiten, 28,12 EUR

Klappentext

Beiträge in deutsche und englische Sprache. Herausgegeben von Roman Horak, Wolfgang Maderthaner, Siegfried Mattl u. a.. Mit Abbildungen und 48 Fototafeln. Das Buch dekonstruiert den Mythos "Wiener Moderne", der in drei Phasen entstanden ist: In den 60er Jahren wurden moderne Strömungen in der Literatur, Musik und Malerei der Jahrhundertwende wiederentdeckt. In einer zweiten Phase (70er und 80er Jahre) wurde der Begriff der Moderne um die poltische Dimension erweitert und zur "Wiener Moderne" sythetisiert. Schliesslich präsentierte man das Fin de Siècle-Wien als vorzeitige Postmoderne. Der Band stellt dieser Sicht die Dimension des Urbanen und Popularen entgegen und bricht den verengten Begriff der Moderne in zahlreiche einzelne Diskurse auf.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 02.06.2001

Dieser Sammelband, so die Rezensentin Christiane Zintzen, ist durchaus geeignet, einen "Paradigmenwechsel" in der "Kulturhistoriographie" der Stadt Wien herbeizuführen. An exemplarischen Fällen wird gezeigt, wie politische Rückständigkeit und kulturelle Moderne am Anfang des Jahrhunderts durchaus miteinander vereinbar waren. Kurz referiert wird der Aufsatz des Historikers Siegfried Mattl, der die Modernität der "Konsumwelt" wie der "Netzwerke der städtischen Infrastruktur" nachweist. Ebenfalls erwähnt wird Roman Horaks Text zu Josephine Bakers Auftritten im Wien des Jahres 1928, die zum sogenannten "Negerskandal" führten.