Matthias Kunze

Daniel Seiter (1647-1705). Die Gemälde

Monografien zur deutschen Barockmalerei
Deutscher Kunstverlag, München 2000
ISBN 9783422062719
gebunden, 180 Seiten, 39,88 EUR

Klappentext

Mit zahlreichen, z.T. farbigen Abbildungen. Daniel Seiter (1647-1705) war ein bedeutender Vertreter der Malerei des Spätbarock in Italien. Nicht zuletzt auf Grund seiner bewegten Vita wurde ihm bislang jedoch nur wenig Aufmerksamkeit zuteil. Sohn eines kasierlichen Hofsilberhändlers in Wien begann er zunächst eine Laufbahn als Offizier und Festungsingenieur, bevor er sich Ende der 1660er Jahre dem Deutschvenzianer Johann Carl Loth in Venedig anschloss. Nach ausgiebiger Schulung begab er sich um 1680 nach Rom, wo er schnell Zugang zum Kreis des tonangebenden Carlo Maratta fand und alsbald mit Altar- und Tafelgemälden zu Ansehen gelangte. 1686 wurd er einstimmig in die Accademia di San Luca aufgenommen, bevor ihn 1688 der Herzog von Savoyen nach Turin berief. Zum Hofmaler ernannt, stattete er im neu erbauten Ostflügel des Palazzo Reale die Staatsgemächer mit repräsentativen Deckengemälden aus.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 01.07.2000

Der Rezensent mit dem Kürzel „zlg“ begrüßt es in einer Kurzkritik ausdrücklich, dass nun ein Band über den weitgehend vergessenen Wiener Maler Daniel Seiter (1647-1705) erschienen ist. Der Herausgeber hat, so „zlg“, das Leben und Werk Seiters mit „wissenschaftlicher Akribie aufgearbeitet“ und mit diesem Band eine aufschlussreiche Einführung in die „Eigenart seines malerischen Werkes“ verfasst. Darüber hinaus besticht der Band durch die reiche Bebilderung und ein „ausführliches Werkverzeichnis“, so der Rezensent.