Ludvik Kundera

el do Ra Da(da)

Gedichte. Erzählungen. Essays. Bilder
Cover: el do Ra Da(da)
Arco Verlag, Wuppertal 2007
ISBN 9783938375105
Kartoniert, 411 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Aus dem Tschechischen übertragen, mit einem Nachwort von Eduard Schreiber. Zu Ludvik Kunderas 85. Geburtstag legt der Arco Verlag eine repräsentative Werkauswahl vor, die den Erzähler, Dichter, Essayisten und bildenden Künstler vorstellt. Das Spektrum reicht von frühen Gedichten und Prosa - ab 1939 - bis zum dichterischen Spätwerk aus den letzten Jahren. Ein Herzstück der Ausgabe sind Erzähltexte aus den vierziger Jahren, die Kundera während seiner Zeit als Zwangsarbeiter in Berlin-Spandau verfaßt hat. Die Novelle Berlin wird hier erstmals ungekürzt und unbearbeitet veröffentlicht. Als sensationeller Fund kann ein verschollen geglaubter surrealistischer "Roman" gelten, den der Herausgeber Eduard Schreiber aufgespürt hat und der hier zum ersten Mal überhaupt erscheint. Kundera wird so als Vertreter einer vergessenen erzählerischen Moderne erfahrbar, die nach 1945 aus ideologischen Gründen keine Gelegenheit mehr zur Entfaltung bekam.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 11.12.2007

Ausführlich stellt Rezensentin Ilma Rakusa den Schriftsteller Ludvik Kundera vor, von dessen Werk in deutscher Sprache bisher nur wenig erschienen ist. Kundera, ein Cousin Milan Kunderas, war Lyriker, Dramatiker und Essayist, den literarisch vor allem die französischen Surrealisten geprägt haben, politisch der Prager Frühling, erklärt Rakusa: 1970 erhielt Ludvik Kundera Publikationsverbot. In diesem vorliegenden Band sind Lyrik, Prosa und Erinnerungstexte enthalten, die die Rezensentin als tschechischen Poetismus beschriebt, geprägt von Verspieltheiten und dem Versuch, sprachliches "Experiment mit Regimekritik" zu verbinden. Eduard Schreiber hat diesen Band, wie Rakusa lobt, "kompetent" zusammengestellt.
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