Lavater, Johann Caspar: Ausgewählte Werke. Ergänzungsband

Bibliografie der Werke Lavaters
Cover: Lavater, Johann Caspar: Ausgewählte Werke. Ergänzungsband
NZZ libro, Zürich 2001
ISBN 9783858238641
Gebunden, 310 Seiten, 56,24 EUR

Klappentext

Zusammengestellt von Horst Weigelt und Niklaus Landolt. Mit ausgewählten Standort-Nachweisen. Die Bibliografie umfasst die zu Lebzeiten im Druck erschienenen Werke Lavaters, ergänzt durch Titel, die unmittelbar nach 1801 oder als Fortsetzung von 1801 publizierten Titeln erschienen sind. Sie basiert auf den Beständen der maßgebenden Bibliotheken in der Schweiz und in Deutschland. Die Titel sind in enger Anlehnung an die internationalen Verzeichnungsregeln für alte Drucke ISBD(A) bibliografisch erfasst.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 16.06.2001

Karl Pestalozzi bespricht die als zweiten Band der Ausgewählten Werke Johann Caspar Lavaters erscheinenden "Aussichten in die Ewigkeit" (1768-1773/78) und, mit einem wenig aussagekräftigen Satz allerdings nur (ermöglicht es, Lavaters Werk "im Ganzen und im Einzelnen" zu überblicken), den Ergänzungsband "Bibliographie der Werke Lavaters" (beide aus dem NZZ-Buchverlag). Lavater lesen, aber wie? Der Rezensent nimmt sich viel Zeit, uns die Aktualität des Schriftstellers Lavater auseinanderzusetzen. Den laut Pestalozzi einem heutigen Leser "zugänglichen" patriotischen und menschenkundlichen Schriften, stellt er die "gedruckten geistlichen Schriften" gegenüber, "die uns beim Lesen am meisten Geduld abverlangen" und deren spannendes Moment er herausstreicht, indem er sie uns als "bibelnahe Mimikry ... als scheinbar unverdächtiges Tarnkleid für eine von der orthodoxen reformierten Theologie abweichende, wenn nicht gar ketzerische Botschaft" vorstellt. Deren Kern ist es, den Pestalozzi in Lavaters "erstem großen Werk", den 25 Biefen der "Aussichten auf die Ewigkeit" am umfassendsten und geschlossensten dargelegt sieht. In seiner Faszination über die "überredende Sprachgewalt", vor allem aber über die "kühnen Visionen" der Lavaterschen Christologie (Christus als Urbild des Menschen), mit der der Autor vielfach "in die Nähe einer science fiction" gerät, zeigt der Rezensent sich nicht eben gottesfürchtig.