Kristina Wolff
Wie viele noch?
Deutschlands gebilligte Femizide

W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart 2025
ISBN 9783170462564
Gebunden, 599 Seiten, 25,00 EUR
ISBN 9783170462564
Gebunden, 599 Seiten, 25,00 EUR
Klappentext
Dieses Buch fordert zu einer politischen Debatte auf, indem es ein Bild der aktuellen Situation anhand von Zahlen, Daten und strukturellen Zusammenhängen aufzeigt. Über die Perspektive betroffener Frauen wird der staatliche Anteil am fehlenden Gewaltschutz für Mädchen und Frauen in Deutschland deutlich gemacht.Wie entsteht Gewalt gegen Frauen und wer übt diese aus? Welche sozialen, gesellschaftlichen und kulturellen Faktoren beeinflussen diese? Wie wird darüber in den Medien berichtet? Wie wird Gewalt gegen Frauen rechtlich verfolgt? Und wie kann sie verhindert werden?Frau Prof. Dr. Kristina Wolff kämpft seit vielen Jahren gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen und dokumentiert in Eigeninitiative Femizide.
Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 15.04.2026
Rezensentin Isabel Fannrich-Lautenschläger rät zu starken Nerven bei der Lektüre dieses 600 Seiten umfassenden Buches, das sie gleichwohl empfiehlt. Kristina Felicitas Wolff, Gründerin der Datenbank "Femicide Observation Center Germany", hat hier nicht nur Fälle von Femiziden in Deutschland gelistet, sondern sie lässt auch Betroffene häuslicher Gewalt und deren Angehörige zu Wort kommen. Zunächst aber blickt die Kritikerin entsetzt auf die Zahlen: 308 Frauen und Mädchen wurden laut polizeilicher Kriminalstatistik im Jahr 2024 getötet, zwei Drittel der Täten hatten einen deutschen Pass. Begriffsdefinitionen verdankt die Kritikerin der Herausgeberin ebenso wie Erklärungen zu Mustern oder Struktur der Taten oder Informationen zum Mangel an Forschung, Schutzräumen, Personal oder zeitgemäßen Urteilen und Gesetzen. "Der politische Wille ist nicht vorhanden", zitiert sie resigniert die Autorin. Dass die Streitschrift mitunter zu weit ausholt kann Fannrich-Lautenschläger angesichts der Bedeutung des Themas verzeihen.
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