Komparatistik 2002/2003

Jahrbuch der Deutschen Gesellschaft für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaften
Synchron Wissenschaftsverlag, Heidelberg 2003
ISBN 9783935025522
Kartoniert, 214 Seiten, 24,80 EUR

Klappentext

Das Jahrbuch Komparatistik ist das offizielle Organ der Deutschen Gesellschaft für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (DGAVL). Es enthält zum einen einen umfangreichen Abhandlungsteil, der ein die verschiedenen Strömungen übergreifendes Diskussionsforum für aktuelle Entwicklungen in Komparatistik und Literaturtheorie sowie der Wissenschafts- und Methodengeschichte der Literaturwissenschaften bereitstellt. Seiner Funktion als zentrales Informationsmedium der DGAVL und ihrer Mitglieder wird das Jahrbuch u. a. durch regelmäßige Tagungsberichte und -ankündigungen, durch Hinweise auf laufende und geplante komparatistische Forschungsprojekte sowie durch einen umfangreichen Rezensionsteil gerecht.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.03.2003

In seiner Besprechung bezieht sich Rezensent Alex Rühle vor allem auf Niels Werbers Studie zur "Geschichte deutscher Antiamerika - Stereotypien", über die er viel Lobenswertes zu sagen weiß. Selbst in Zeiten des "Fugato furioso antiamericano", glaubt Rühle, könnte der Antiamerikanist nach der Lektüre mit der "Schimpferei" ins Stocken geraten, da er von Werber vorgeführt bekomme, "mit welch uralten Stereotypien" er argumentiere. Alle deutschen antiamerikanischen Vorurteile finden ihre Wurzeln bei Hegel, auf den Werber in seiner Analyse immer wieder stößt, berichtet der Rezensent. Hegels These lautet im wesentlichen, Amerika sei ein "waste land ohne Volk und Kultur", in dem jegliche Einflüsse der europäischen Einwanderer in den "endlosen Ebenen des Mississippi" verliefen. Der Rezensent lobt die "eindrucksvolle" Beweisführung, in der Werber belege, wie die verschiedensten deutschen Autoren die Hegelsche These den "jeweiligen Weltläuften" anpassten. Die Palette reicht dabei von Gustav Freytag, Ferdinand Kürnberger, über Thomas Mann bis Hermann Graf Keyserling.
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