Jürgen Borchert

Die Zusammenarbeit des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) mit dem sowjetischen KGB in den 70er und 80er Jahren

Ein Kapitel aus der Geschichte der SED-Herrschaft
LIT Verlag, Berlin 2007
ISBN 9783825898120
Kartoniert, 272 Seiten, 29,90 EUR

Klappentext

Die Kooperation und Zusammenarbeit von MfS und KGB sind bisher wenig erforscht. Mit dieser Studie zeigt der Autor, gestützt auf bisher zum Teil nicht veröffentlichte Dokumente, das Zusammenwirken beider östlicher Geheimdienste. Er beschreibt und analysiert ihre Arbeitsteilung und ihre Hauptbetätigungsfelder Wirtschafts- und Militärspionage sowie Embargo- und Waffenhandel. Die volkswirtschaftliche Bedeutung dieser geheimdienstlichen Arbeit wird ebenso behandelt wie die Rolle von MfS und KGB in der Dritten Welt und ihre Unterstützung des internationalen Terrorismus.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.07.2007

Misslungen findet Rezensent Klaus-Dieter Henke diese Studie Jürgen Borcherts über die Kooperation zwischen MfS und KGB. Der Befund, die Stasi habe nie wirklich autonom agiert, scheint ihm nicht überraschend. Dennoch hätte es ihn brennend interessiert, Genaueres über die Zusammenarbeit mit dem KGB zu erfahren. Das aber leistet Borcherts Buch zu seinem Bedauern nicht, was in den Augen des Rezensenten auch die gewiss "schwierige Quellenlage" nicht entschuldigt. Statt neuer Erkenntnisse bietet das Buch für Henke nur eine Zusammenstellung von Altbekanntem und "bis zum Überdruss Wiederholtem". Noch einmal würden die östlichen Bemühungen, das CoCom-Embargo zu umgehen, die Zusammenarbeit in der Militär- und Wirtschaftsspionage und der gemeinsame "antiimperialistische Kampf" in den Entwicklungsländern geschildert. Zudem erzähle der Autor bekannte Spionage-, Verrats- und Verdachtsfälle nach. Die Ausführungen hält Henke für zerfahren und abschweifend. Zudem wimmelt es in dem Buch seines Erachtens von "Kruditäten", "falschen Behauptungen" und "kuriosen Schlussfolgerungen".
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