Juan Diaz Canales, Ruben Pellejero

Corto Maltese - Unter der Mitternachtssonne

Band 13
Cover: Corto Maltese - Unter der Mitternachtssonne
Schreiber und Leser, Hamburg 2015
ISBN 9783943808957
Gebunden, 100 Seiten, 24,80 EUR

Klappentext

Aus dem Spanischen von Marcel Le Comte. Das Album liegt in einer schwarz-weißen und in einer farbigen Version vor. San Francisco 1915. Corto will die Weltausstellung besuchen sowie seinen Freund Jack London. Der ist zwar nicht da, aber er bittet Corto um einen großen Gefallen. Eine abenteuerliche Reise nach Dawson City in Alaska beginnt. Dort war die Japanerin Waka Yamada während des Goldrauschs die Schönste im Saloon... Starke Charaktere treffen auf einander, gute und ungute Menschen, auch werden der Weltgeschichte ein paar Randnotizen hinzugefugt, und letzten Endes geht es doch wieder um den Schatz, dem echte Kerle ewig hinterherjagen.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 23.08.2016

Christoph Haas bleiben Zweifel, ob die sorgfältige Mühe von Juan Díaz Canales und seinem Zeichner Rubén Pellejero wirklich nötig war. Die beiden Autoren, meint Haas, schaffen ein perfektes Pastiche zu Hugo Pratts Comicserie "Corto Maltese", die 1991 mit dem Tod des Autors endete. Haas erkennt die gewohnt sprunghafte Erzählweise wieder, die präzise zeitgeschichtliche Verankerung von Geschichte und Figuren und die zur Abstrakton neigenden Tuschebilder, doch die Notwendigkeit des Prequels zu Pratts Seemannsgeschichten erschließt sich dem Rezensenten nicht vollständig.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 27.07.2016

Rezensent Alex Rühle findet es nur konsequent, dass ein "unabhängiger Geist" wie Corto Maltese nicht von seinem ursprünglichen Schöpfer abhängig ist. Mit seinen Geschichten um den ambivalenten Einzelgänger, den weltreisenden Seefahrer und Abenteurer Corto Maltese, erfand Hugo Pratt vor fast 50 Jahren die Graphic Novel, erfahren wir von Rühle. Nun haben zwei Spanier es sich zur Aufgabe gemacht, die Serie ganz im Geiste des Erschaffers fortzuführen, was ihnen auch gelinge, teilweise fast zu perfekt, meint Rühle. Ruben Pellejeros Zeichnungen sehe man seine Bemühung an, Pratts Stil originalgetreu zu kopieren, wobei etwas von der Pratts Bildern innewohnenden Dynamik und Wildheit verloren gehe. Auch die Kolorationen mit "digitaler Rechnerqualität" passten nicht recht zum Original-Maltese. Ingesamt jedoch ist das Buch durchaus gelungen, freut sich der Rezensent.
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