Jörg Linnenbrügger

Richard Wagners 'Die Meistersinger von Nürnberg'

2 Bände. Studien und Materialien zur Entstehungsgeschichte des ersten Aufzugs (1861-1866). Band I: Studien. Band II: Skizzenkataloge und Dokumente
Vandenhoeck und Ruprecht Verlag, Göttingen 2001
ISBN 9783525279076
Kartoniert, 556 Seiten, 84,00 EUR

Klappentext

Mit zahlreichen Abbildungen und Notenbeispielen. Der Autor hat in diesem Titel erstmals sämtliche "Einzelskizzen" des Komponisten zum ersten Aufzug der "Meistersinger von Nürnberg" übertragen und katalogisiert. Anhand einer umfassenden analytischen Studie dieser sowie weiterer Quellen, wie etwa Teilen der sogenannten "Kompositions- und Orchesterskizze", wird der Frage nach der Schaffensweise des Komponisten nachgegangen. Leben und Werk sind jedoch im Falle Wagners zu eng miteinander verwoben, als dass man beidem mit einer rein analytischen Studie gerecht werden könnte. Den zweiten Schwerpunkt der Studie legt Jörg Linnenbrügger daher auf die Betrachtung und Darstellung des Lebens und der Lebensumstände Wagners in den für die Entstehung der "Meistersinger" entscheidenden Jahren von 1861 bis 1866.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.07.2002

Für Dietmar Holland schließt dieser Band eine Lücke, insofern als es nur wenige Arbeiten gibt, die den Entsehungsprozess der Wagnerschen Werke detailliert untersuchen, "um die biographischen Umstände und die kompositorischen Sachverhalte konkret aufeinander beziehen zu können". Linneberger nun nimmt sich mit dem ersten Akt der "Meistersinger" zwar nur einen Ausschnitt vor, fokussiert damit allerdings eine Werkphase, die in eine Lebenskrise Wagners fällt. Mit Respekt konstatiert Holland die erstmalige Sichtung, Übertragung und Katalogisierung sämtlicher Entwürfe zu Akt I, anerkennt über die bloße Fleißarbeit hinaus aber vor allem den "tiefen Blick in die kompositorischen Probleme" vor die sich der Meister gestellt sah. Allzu tief indessen kann der Blick nicht sein, moniert Holland doch den Mangel an analytischer Verifizierung im Fall "der nicht unmittelbar einsehbaren Form der Szene mit Stolzings "Probelied". Doch entschädigt der Autor mit "detaillierten Untersuchungen zum Zusammenspiel zwischen den Einzelskizzen" und durch eine auch "optisch übersichtliche und leserfreundliche" Präsentation.
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