Im Rausch der Dinge

Vom funktionalen Objekt zum Fetisch in Fotografien des 20. Jahrhunderts
Steidl Verlag, Göttingen 2004
ISBN 9783865210630
Gebunden, 397 Seiten, 48,00 EUR

Klappentext

Katalog zur Ausstellung im Fotomuseum Winterthur und in der Fotostiftung Schweiz, 2004 und im Museo Fotografia Contemporanea, Cin. Herausgegeben von Thomas Seelig und Urs Stahel. Mit ca. 300 Abbildungen in Schwarzweiß und Farbe. Mit Essays von Hubertus von Amelunxen, Norbert Bolz, Gerda Breuer, David Campany, Neil Cummings, Gisela Ecker/Susanne Scholz, Michel Frizot, Michael Jakob, Thilo König, Thomas Seelig, Urs Stahel und Timm Starl.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.10.2004

Ein Band, der laut "jhl" seinem Titel "Im Rausch der Dinge" alle Ehre macht und den Leser in einen Kaufrausch versetzen könnte, sofern die darin abgebildeten Dinge zu kaufen wären. Jedenfalls ist der Begleitkatalog zur derzeit im Fotomuseum Winterthur zu besichtigenden Ausstellung selbst überbordend voll wie ein Kaufhaus und außerdem sehr verführerisch aufgemacht, meint "jhl. Trotzdem handele es sich um mehr als eine Geschichte der Werbung. Der Band versuche den Wandel des Produkts zum Fetisch, zur fotografischen Ikone nachzuvollziehen. Zwanzig Rechercheure haben in Firmenarchiven, Fotosammlungen und Modezeitschriften recherchiert, wie sich die Dinge im Laufe des 20. Jahrhunderts von ihrer Funktion ablösen und ihren besonderen Nimbus erzielen konnten; elf Autoren - darunter Nobert Bolz, Neil Cummings, Michael Jakob - haben sich durch die Bilderflut gepflügt und, ohne allzu großen Kulturpessimismus zu verbreiten, ihre Analysen betrieben, erzählt der Rezensent. Ansonsten erscheint ihm der Katalog wie ein Kaufhaus, das so übervoll ist, dass man dessen Ausgang nicht mehr findet. Das ist wohl in diesem Fall ausschließlich als Kompliment gemeint.
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