Hubertus Butin (Hg.)

DuMonts Begriffslexikon zur zeitgenössischen Kunst

Cover: DuMonts Begriffslexikon zur zeitgenössischen Kunst
DuMont Verlag, Köln 2002
ISBN 9783832157005
Gebunden, 320 Seiten, 32,00 EUR

Klappentext

Anders als in traditionellen Lexikonartikeln hat der Herausgeber des Buches, Hubertus Butin, eine Textkonzeption erarbeitet, die grundlegende Begriffe und Phänomene in der Kunst der letzten 30 Jahre prägnant beschreibt und kritisch diskutiert. Das Lexikon verzeichnet etwa 70 zentrale Begriffe, mit deren Erläuterung Butin über 40 Autorinnen und Autoren aufgrund ihrer ausgewiesenen Kennerschaft beauftragt hat. Der inhaltliche Schwerpunkt der Publikation liegt auf den 70er, 80er und 90er Jahren bis zur Gegenwart; einige Begriffe aus den 60er Jahren erscheinen jedoch als unverzichtbar, weil sie paradigmatische Bedeutung gerade für die 90er Jahre besitzen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.04.2003

Das von Hubertus Butin herausgegebene Lexikon zur zeitgenössischen Kunst sei ein wirkliches Novum und schließe eine Marktlücke, stellt Rezensentin Birgit Sonna fest. Große Veränderungen seien in den vergangenen Jahrzehnten in der Kunstproduktion vonstatten gegangen, für die die Beschreibungskriterien der sechziger Jahre nicht mehr ausreichten. Nun sei ein Werk entstanden, das mit seinen langen Essays und Aufsätzen kein Lexikon im klassischen Sinne, wohl aber für den an der zeitgenössischen Kunst Interessierten von hohem Informationswert sei. Sonna hebt besonders die zahlreichen Querverweise auf andere Bereiche lobend hervor, die Berührungspunkte zur Kunst hätten. Den subjektiven Ton vieler Beiträge findet sie nicht störend, sondern eher systembedingt. Aus diesem Grund regt sie an, das Begriffslexikon durch ein Autorenlexikon zu ergänzen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.11.2002

Sachlichkeit im Sinne nüchterner Objektivität ist nicht das Konzept dieses Lexikons. Die einzelnen - insgesamt 40 - Artikel haben eine starke essayistische Tendenz, die Autoren sind keineswegs nur Kunsthistoriker. Erwähnt und zitiert werden die "Popintellektuellen" Diedrich Diederichsen und Tom Holert, auch Ulf Poschardt, der sich mit "Camp" befasst - und gerade dieses Ausfransen des Kunstdiskurses, in Richtung Pop oder Film, Theorie oder Werbung sei ja überaus charakteristisch, meint die Rezensentin Gisa Funck, für den gegenwärtigen Zustand der Kunst, deren Autonomie angesichts fortgesetzter Grenzüberschreitungen längst in Frage stehe. Das muss das Lexikon gar nicht als These vor sich her tragen, das ergebe sich, als Bestandsaufnahme, durch Auswahl von Autoren und Themen "patchworkartig", so Funck, wie von selbst. Klingt nach großem Lob.
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