Besorgt von Sandra Fenten, Thomas Goetz, Wolfgang Lukas, Ute Recker-Hamm, Hans Zeller und Patricia Zihlmann, unter Mitarbeit von Stephan Landshuter und Maya Zellweger. Reihe: C. F. Meyers Briefwechsel. Historisch-kritische Ausgabe; Bd. 4.1Die auf acht Teilbände angelegte Edition des weit über 2000 Briefe und Dokumente umfassenden Verlagsbriefwechsels von Conrad Ferdinand Meyer wird mit den Bänden 4.1 und 4.2 eröffnet. Sie enthalten die Korrespondenz zwischen dem Dichter und seiner Schwester Betsy Meyer mit dem Leipziger Verleger Hermann Haessel. Themen sind Meyers literarische Anfänge, von den frühen Übersetzungsprojekten der 1850er-Jahre bis hin zu den ersten Erfolgen der 1870er-Jahre, mit denen ihm der literarische Durchbruch gelang. Ein tiefgreifendes Zerwürfnis zwischen Meyer und Haessel konnte nur durch die Vermittlung von Betsy Meyer wieder überbrückt werden. Nach zögerlicher Wiederannäherung kam es zur Publikation von "Jürg Jenatsch" und "Der Schuß von der Kanzel" bei Haessel, mit denen Meyer seinen Ruf als bedeutender Erzähler festigte. Neben der Korrespondenz von Autor und Verleger sowie zahlreichen erstpublizierten Rezensionen zeigen auch die freundschaftlichen Briefe zwischen Betsy Meyer und Haessel viele lebensweltliche Details des 19. Jahrhunderts.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 23.05.2015
Manfred Koch entdeckt in den beiden kritisch herausgegebenen Briefbänden mit der Korrespondenz zwischen Conrad Ferdinand Meyer, seiner Schwester Betsy und seinem Verleger Hermann Haessel dreierlei: Erstens die Realitätsscheu des Schriftstellers, zweitens die Klugheit, Feinsinnigkeit und Großzügigkeit des Verlegers und drittens die tragende Rolle der Schwester als Mitarbeiterin und Mitautorin von Meyers Werken. Und Koch geht sogar noch weiter. Die Bände zeigten Betsy Meyer als eigentliche Autorin von unter Conrad Ferdinand Meyers Namen veröffentlichten Gedichten.
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