Heiner Brand

InTeam

Das Buch von und über Handball-Idol Heiner Brand
Cover: InTeam
Wero-Press, Pfaffenweiler 2004
ISBN 9783937588032
Gebunden, 232 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Mit 300 Abbildungen. Trainer des Jahres. Europameister. Handball-Idol. Heiner Brand hat im Jahr 2004 Sportgeschichte geschrieben: 26 Jahre nach dem sensationellen Gewinn der Weltmeisterschaft in Dänemark, zu dem er als Abwehrstratege in der Mannschaft Vlado Stenzels entscheidend beigetragen hatte, gelang dem Gummersbacher als Nationalcoach bei der EM in Slowenien eben jener Triumph, auf den die Handballfans seitdem sehnsüchtig gewartet hatten: Deutschland hat wieder ein Siegerteam. Der Bundestrainer spannt in seinem Buch "Der Stratege" den Bogen zwischen der Sensation von 1978 und dem Triumph im Olympiajahr 2004. Er berichtet von seinen zahllosen Krimis mit der deutschen Nationalmannschaft als Spieler und Trainer, von den Handballfesten und Europacupschlachten in der Dortmunder Westfalenhalle und den Höhen und Tiefen beim VfL Gummersbach.
"Der Stratege" gewährt dem Leser einen Einblick in die Privatsphäre des "Beckenbauers des Handballs". Zahlreiche Gastautoren, Freunde, Trainer und Gegner des Mannesmit dem riesigen Schnurrbart, skizzieren darüber hinaus den Typ Heiner Brand, sein Leben, seine Erfolge, aber auch seine bittersten Momente wie zum Beispiel den schweren Unfall seines Freundes und Mitspielers Joachim Deckarm, dem Brand nicht nurein eigenes Kapitel gewidmet hat, sondern der auch selbst eines geschrieben hat. Facettenreich wird hier nicht nur die Karriere eines der größten deutschen Sportstars beschrieben, sondern auch, wie sich das Phänomen und der Erfolg Heiner Brands erklären lassen. Co-Autor Frank Schneller, selbst Handballtrainer, hat hierfür unter anderem viele Stunden im Kreise der großen Brand-Familie zugebracht beobachtet, hinterfragt und zugehört.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.12.2004

Es handelt sich hier, stellt der Rezensent Frank Heike mit leiser Verwunderung fest, um eine eher umtypische Sportler-Autobiografie. Verfasst hat sie freilich nicht Heiner Brand selbst - aus Interviews mit ihm, Kollegen, Spielern und seiner Familie hat vielmehr Frank Schneller diesen Text destilliert. Das Ungewöhnliche daran: die "Schattenseiten" des Dargestellten werden keinesfalls verschwiegen. Dazu gehören seine Sturheit ebenso wie sein Hang zur Rechthaberei. Klar ist das Werteverständnis des Spielers wie dann auch des Trainers: "Disziplin, Ordnung, Ehrlichkeit" stehen an erster Stelle. Hierarchien sind unabdingbar - und offenkundig die wichtigste Voraussetzung für Brands Erfolg. Der Grund für den Erfolg dieses Buchs jedoch ist ein anderer, nämlich, so Heike, seine "Vielseitigkeit".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 07.10.2004

Der Rezensent mit dem Kürzel "eeg" findet es sehr sympathisch, dass sich Heiner Brand, ehemaliger Nationalspieler der deutschen Handballmannschaft und seit 1996 Nationaltrainer, in seinen Lebenserinnerungen "souverän und zurückhaltend" gibt und bei allem Erfolg, den seine Laufbahn prägt, nicht zum "Denkmal" werden will. Die Autobiografie, die Brand mit Hilfe des Journalisten Frank Schneller verfasst hat, bietet keine "Sensationen oder gar Enthüllungen", stellt der Rezensent klar. Brand betone stets, dass Handball ein Mannschaftssport und auf die "Leistung aller Mannschaftsmitglieder" angewiesen sei, woraus sich auch der etwas "sperrige", aber alles in allem doch sehr zutreffende Titel des Buches "In Team" ergebe, so "eeg" zustimmend. Äußerungen der "halben Nomenklatura des deutschen Handballs" über den Trainer, die mit einigen Anekdoten aufgelockert sind, komplettieren diesen Band und machen auch die "Selbsteinschätzung" Brands als "Sturkopf" verständlich, so der Rezensent abschließend sehr angetan.