Hans Jürgen Balmes

Der Rhein

Biografie eines Flusses
Cover: Der Rhein
S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2021
ISBN 9783103974300
Gebunden, 560 Seiten, 28,00 EUR

Klappentext

Mit farbigem Bildteil, Karten und Zeichnungen. Eine poetische Natur- und Kulturgeschichte über den Rhein und die Seele einer Landschaft.
Der Rhein entsprang einst an seiner heutigen Mitte, wo in einem tropischen Meer Seekühe lebten. Er schuf sich sein Bett stromauf und besitzt eine erstaunliche Geologie. Noch heute leben hier die ältesten Lebewesen Europas. Gleichzeitig ist der Rhein durchgehend geprägt durch Eingriffe des Menschen. Kein anderer Fluss versammelt so viele Widersprüche in sich - Grenze, Verkehrsweg, Fluchtroute und Lebensader.
Hans Jürgen Balmes nimmt uns mit auf eine Reise entlang des Flusses. Wir begegnen Menschen, die wie William Turner den Rhein zu ihrer Sehnsucht und Lebensaufgabe machten. Wir sehen Wälder und Tiere, die in traumhaften Naturbetrachtungen und meditativen Bildern gegenwärtig werden. Ein Buch über den Rhein, der uns mit dem unerschöpflichen Fließen seiner Geschichten gefangen nimmt wie mit seiner Stille.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 19.08.2021

Rezensent Cord Aschenbrenner gefällt Hans Jürgen Balmes "poetische Biografie" über den Rhein sehr gut. Der Autor,  Lektor und Übersetzer ist selbst am Rhein aufgewachsen, erzählt Aschenbrenner und erfolgt Balmes gern auf den Spuren großer Fluss-Biografien wie Claudio Magris und Peter Ackroyd. Wie der Autor mit seinem beobachtenden Blick "die Seele" des Flusses im Kleinen, Übersehenen, Flüchtigen sucht, findet Aschenbrenner klug, als Wanderer und Naturbeobachter nämlich, nicht als Chronist menschlichen Schaffens. Aschenbrenner sieht in diesem "poetischen, wunderbar reichen Buch" jedes wichtige, mit dem Rhein zusammenhängende Thema behandelt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 09.05.2021

Rezensent Florian Balke möchte gleich losfahren, um die Orte am Rhein zu besuchen, die der in Koblenz geborene Hans Jürgen Balmes in seinem Buch vorstellt. Dass der Autor weniger den romantischen Strom als den Alltagsrhein im Blick hat, den Leser über Sedimente und Müll, Flusskehren, Fische und Vögel informiert, dabei Geologie, Biologie und Ideengeschichtliches verhandelt, gefällt Balke gut. Genau, trocken, doch immer wieder überraschend vermittelt ihm der Autor seine Liebe für und seine Sorge um den Fluss.