Andreas Fisahn, Harald Klimenta

Die Freihandelsfalle

Cover: Die Freihandelsfalle
VSA Verlag, Hamburg 2014
ISBN 9783899655926
Gebunden, 128 Seiten, 9,00 EUR

Klappentext

In diesem Basistext werden die möglichen Folgen für die politische und gesellschaftliche Entwicklung in Europa und Deutschland für den Fall herausgearbeitet, dass die Verhandlungen um eine "Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft" (TTIP) erfolgreich verlaufen. Dabei sind so unterschiedliche Bereiche wie Gentechnik, Landwirtschaft, Verbraucherschutz, Investitionsschutz, Finanzmärkte, Datenschutz oder das öffentliche Beschaffungswesen betroffen. Anstatt das Abkommen insgesamt infrage zu stellen, wird nur ein "Alternatives Handelsmandat" gefordert, welches Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit, Zukunftsfähigkeit und Demokratie als übergeordnete Prinzipien setzt und dem sich der Handel mit Gütern und Dienstleistungen unterzuordnen hat.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 02.08.2014

Für Hannes Kochs Geschmack weist dieses "schnell zu lesende", seine Autoren im Umfeld diverser globalisierungskritischer NGOs rekrutierende Buch eine deutlich zu linke Schlagseite auf: Zwar bietet es einen guten Überblick über die Argumente gegen das Freihandelsabkommen - so befürchten die Kritiker den Verschleiß geltender Standards in Europa -, doch fokussiert es eben auch nur die Nachteile des Freihandels. Die Vorteile muss erst der Rezensent nachliefern: Seiner Ansicht nach bietet ein Freihandelsabkommen, solange es von einer vernünftigen Politik moderiert wird, ebenso wie die Globalisierung durchaus seine Vorteile. Schwellenländer etwa könnten ihren Wohlstand dadurch mehren und Nationen schotten sich weniger voneinander ab. Insbesondere Linke sollten daher generell eine differenziertere Position gegenüber dem Freihandel einnehmen, rät der Rezensent daher.