Evangelisches Kirchenlexikon

Internationale theologische Enzyklopädie. Fünf Bände. 3. Auflage (Neufassung)
Vandenhoeck und Ruprecht Verlag, Göttingen 1986-1998
ISBN 9783525501443
Gebunden, 3831 Seiten, 765,92 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Erwin Fahlbusch, Jan M. Lochman, John Mbiti, Jaroslav Pelikan und Lukas Vischer. Wer war Katharina von Siena? Wie viele Schiiten gibt es im Irak? Welche christlichen Kirchen im Iran? Seit wann gibt es den Begriff Protestantismus? Geburtenregelung - da gab es doch die päpstliche Enzyklika Humanae vitae, was bedeutet das eigentlich? Schlagen Sie nach im Evangelischen Kirchenlexikon. Internationale theologische Enzyklopädie. In vier Textbänden (und einem Registerband) mit über 1.500 Artikeln (davon ca. 150 Artikel zu Ländern und Regionen) wird grundlegendes Wissen verfügbar.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 24.06.2000

In einer außergewöhnlich umfangreichen Rezension stellt Harm Klueting die vorliegende Ausgabe des Evangelischen Kirchenlexikons (EKL) dem RGG („Die Religion in Geschichte und Gegenwart“) gegenüber. Klueting weist darauf hin, dass das RGG traditionell auch Themen berücksichtigt, die über Theologie und Religionsgeschichte hinausgehen (z. B. Kunst, Literatur- und Sozialwissenschaft) und sich auch durch zahlreiche Kurzbiografien auszeichnet. Das EKL hingegen konzentriere sich auf „kirchliche Verhältnisse“ und Organisationen. Biografische Artikel spielen hier nur eine untergeordnete Rolle (Klueting merkt an, dass sie mit Verweisen im Registerband zu finden sind). Schwerpunkt dieser dritten Auflage ist nach Klueting der Bezug der Kirche zur Gegenwart und die Ökumene. Aber auch gesellschaftliche und politische Themen werden - wie er anmerkt - in Artikeln von „Alternativbewegung“, „Feminismus“ bis „Sexualität“ berücksichtigt. Ebenso gebe es zu den verschiedensten Ländern Artikel, wobei dem Rezensenten auffällt, dass diese Länder aus höchst unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden, was ihm nicht immer einleuchten mag. Inhaltliche Schwerpunkte macht Klueting außerdem im unmittelbar theologischen Bereich aus („Abendmahl“, „Eschatologie“ etc.) sowie bei theologischen Strömungen, Konfessionen, Organisationen, von denen er zahlreiche Beispiele auflistet. In dieser Hinsicht ist das EKL einzigartig, resümiert der Rezensent.
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