Europäische Sozialgeschichte

Festschrift für Wolfgang Schieder
Duncker und Humblot Verlag, Berlin 2000
ISBN 9783428098439
Gebunden, 558 Seiten, 75,67 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Christof Dipper, Lutz Klinkhammer und Alexander Nützenadel. Wolfgang Schieder vollendet am 2. September 2000 sein 65. Lebensjahr. Freunde, Schüler und Kollegen haben ihm zu diesem Anlaß eine Festschrift gewidmet, die seine wissenschaftlichen Leistungen würdigen soll. Aus diesem Grund greifen die Autoren sozialhistorische Fragen der europäischen Geschichte auf. Der Titel "Europäische Sozialgeschichte" entspricht dem wissenschaftlichen Selbstverständnis des Geehrten in besonderer Weise. Sozialgeschichte wird hier so weit gefaßt, wie es Wolfgang Schieder stets gefordert hat, denn sein Interesse blieb nie auf deren "klassische" Themen beschränkt. Der vorliegende Band dokumentiert zugleich, daß sich die Sozialgeschichte in einer Phase des Umbruchs und der Neuorientierung befindet.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 25.11.2000

"Festschriften sind seltsame Bücher" lesen wir und merken gleich, dass das ein Euphemismus und diese Gattung dem Rezensenten ein Gräuel ist. Was nicht heißt, dass es nicht auch Ausnahmen gibt, wie diese hier - "eine etwas andere Festschrift" sozusagen. "Methodenschau" der Sozialhistorie - das wäre zu schlucken, gibt Hans Woller zu bedenken. Allein, wenn die 33 Beiträge tatsächlich so ohne Dogmatismus, dafür aber mit der "Bereitschaft, die neuen kulturgeschichtlichen Methoden und Fragestellungen mit den bewährten Zugriffen der Sozialgeschichte zu versöhnen", daherkommen, wie Woller uns glauben machen will - warum eigentlich nicht? Woller steht denn auch nicht an, uns das Buch weiter schmackhaft zu machen: Von "aufregend" über "innovativ" bis "meisterlich" reichen die Prädikate, mit denen er die Studien bedenkt. Und was "Namenlose auf Italienreise" erlebten oder "Der Kaiser bei Wertheim" - da hat er sicher recht -, dürfte nicht nur die Fachleute interessieren.