Elisabetta Andreoli (Hg.), Adrian Forty (Hg.)

Brazil's Modern Architecture

Cover: Brazil's Modern Architecture
Phaidon Verlag, Berlin 2004
ISBN 9780714842929
Gebunden, 240 Seiten, 27,00 EUR

Klappentext

With numerous photographs (partly colored) and drawings. In cultural terms, Brazil is famous for its music and its architecture. As the largest and richest country in Latin America, Brazil is set apart from the others by its language, and by the ethnic diversity of its population, all of which contribute to its cultural distinctiveness. Yet, the architecture of twentieth-century Brazil is all too often represented by the work of one man (Oscar Niemeyer) or by two cities (Rio de Janeiro and Sao Paulo).
This book is a study of Brazilian architecture in the twentieth-century, from the first modern houses of the 1920s and Le Corbusier?s seminal visits to the country, through the well-known ?heroic? period of the 1940s-1950s and its crisis post-1964 up to contemporary developments.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.06.2005

Einen "prachtvollen" Architektur-Band zu Brasilien kündigt Wolfgang Jean Stock an, mit dem sich der "Siegeszug des modernen Bauens unter tropischen Bedingungen" optisch wie inhaltlich nachvollziehen läßt. Begonnen hatte der mit dem noch unter Mithilfe von Le Corbusier geplanten Ministerium für Erziehung und Gesundheit in Rio de Janeiro 1936; die Blütezeit der modernen brasilianischen Architektur, infomiert Stock weiter, lag zwischen 1940 und 1960. Lucio Costa, Roberto Burle Marx, Oscar Niemeyer und Affonso Eduardo Reidy heißen die bedeutendsten Architekten des Landes, ihre schwungvollen Bauten sorgten weltweit für Aufsehen. Stock erklärt warum: seines Erachtens waren die brasilianischen Projekte "vitalistisch", ließen sich von der Landschaft und der Umgebung inspirieren. In der Zeit der Militärdiktatur kam das moderne Bauen in die Krise; erst jetzt gibt es Stock zufolge wieder aufregende "Meisterwerke". Die Autoren des Bandes sind alles einheimische Architekten und Historiker, bemerkt Stock leicht indigniert, um dann umgehend zu versichern, dass hier trotzdem keine "selbstgefällige Nabelschau" betrieben werde. Weder die ausländische Kritik am Formalismus brasilianischer Bauten noch die zahlreichen sozialen und städtebaulichen Probleme würden verschwiegen.
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