Die Familienpolitik muss neue Wege gehen!

Der 'Wiesbadener Entwurf' zur Familienpolitik.
Cover: Die Familienpolitik muss neue Wege gehen!
Westdeutscher Verlag, Wiesbaden 2003
ISBN 9783531138817
Kartoniert, 528 Seiten, 32,90 EUR

Klappentext

Herausgegeben von der Hessischen Staatskanzlei. Familien werden in der Bundesrepublik Deutschland systematisch und auf vielfältige Weise schon seit Jahrzehnten benachteiligt und so an der Erfüllung ihrer wichtigen Aufgaben gehindert. Eine Wende in der Familienpolitik und eine tiefgreifende Reform aller familienpolitischen Grundlagen und Instrumente ist deshalb überfällig. Aus diesem Grund hat die Hessische Landesregierung die Initiative ergriffen und eine grundlegende familienpolitische Alternative entwickelt und zur Diskussion gestellt. Das Ergebnis, der "Wiesbadener Entwurf" zu einer Strukturreform der Familienpolitik, wird in diesem Band dokumentiert, ebenso die Stellungnahmen führender Experten der Familienpolitik und der sozialpolitischen Verbände.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 28.08.2003

"50 Jahre Familienpolitik waren nicht gerade erfolgreich", zitiert Rezensent Warnfried Dettling den Hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch. Diese Einschätzung ist wohl die Ursache für das vorliegende von der Hessischen Staatskanzlei herausgegebene Sachbuch zum Thema. Um die drei Kernfragen, warum eine Reform nötig und was schief gelaufen sei, aber natürlich auch was in Zukunft verändert werden müsse, habe Koch eigens den Familien- und Sozialexperten Jürgen Borchert, Richter am Landgericht Darmstadt, ein halbes Jahr an seine Staatskanzlei abordnen lassen, informiert Dettling Er bezeichnet das nun vorliegende Buch, das nicht nur Borcherts Meinung, sondern auch die Ergebnisse von der Landesregierung initiierten Tagung bündelt, als "eminent politisches" und "wichtiges" Sachbuch - und dies, wie er deutlich zu erkennen gibt, obwohl er Borcherts Vorschläge zur Problembewältigung nicht teilt. Für ihn ist dessen Ansatz zu deutlich, vor allem die traditionelle Familie "finanziell stärken und kulturell retten zu wollen". Dettling gefällt an dem Buch, dass es die Frage nach den Prioritäten radikalisiert, findet jedoch, dass Borchert sich nicht auf neue Realitäten einlässt. Somit bleibe der Wiesbadener Entwurf "bei einer um wichtige Dimensionen amputierten Familienpolitik stehen".
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