Die antiken Sarkophagreliefs

Erster Band: Die Sarkophage mit Darstellungen aus dem Menschenleben. Dritter Teil: Vita Romana
Gebr. Mann Verlag, Berlin 2006
ISBN 9783786124801
Gebunden, 273 Seiten, 128,00 EUR

Klappentext

Mit 672 Abbildungen. Herausgegeben von Gerhard Rodenwaldt und Friedrich Matz d. J., Margarete Gütschow, Carl Robert, Deutsches Archäologisches Institut mit Benutzung der Vorarbeiten von Friedrich Matz d. Ä. und Klaus Fittschen und Walter Trillmich. Bearbeitet von Carola Reinsberg. Der vorgelegte Band behandelt die ikonographisch zentrale Gruppe stadtrömischer Sarkophage, auf denen sich römisches Bürgerleben in normativen Bildern darstellt. Es sind Ehepaarsarkophage der senatorischen Elite. Die Verstorbenen werden in traditionellen gesellschaftlichen und politischen Rollen präsentiert: die Grabherrn als qualifizierte Träger höchster Staatsämter und als befähigte Führungskräfte in der militärischen und zivilen Verwaltung des Reiches, die Grabherrinnen als vorbildliche Ehefrauen und fürsorgliche Mütter.
Neben Sozialstatus und gesellschaftlicher Funktion wird ihre ethische Kompetenz hervorgehoben, die sie im Konsens mit geltenden moralischen Leitwerten zeigt. Die Bilder der Vita Romana-Sarkophage sind Manifestationen einer römischen Wertekonstanz und Bekenntnisse zum mos maiorum, dessen man sich selbst rühmt und den man dem Betrachter anempfiehlt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.06.2007

Bereichert an Erkenntnis schließt Annalis Leibundgut diesen, wie sie schreibt, die "Stilarchäologie" rehabilitierenden "aussagekräftigen Geschichtsband" über antike Sarkophagreliefs. Die Autorin Carola Reinsberg hat der Rezensentin bewiesen, dass formale Untersuchungen zur Interpretation der Sarkophagdarstellungen der sogenannten "Vita Roma" unerlässlich sind. Rückblickend unterteilt Leibundgut den Band in grundlegende, "brillant formulierte Stilananlysen", ein "neues", inhaltliches wie zeitliches Ordnungssystem und einen Abschnitt der sich mit typologischer Entwicklung und Ikonografie befasst. Hier konnte Leibundgut unter anderem lernen, dass die Wirklichkeit in der Porträtdarstellung auf den Sarkophagen eine viel geringere Rolle spielte als "kanonische Repräsentation" und moralischer Anspruch.
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