Deutsche Kolonisten im Heiligen Land

Die Familie John Steinbeck in Briefen aus Palästina und den USA
Hirzel Verlag, Stuttgart - Leipzig 2001
ISBN 9783777610863
Gebunden, 229 Seiten, 32,72 EUR

Klappentext

Bearbeitet und erläutert von Jakob Eisler. Mit 19 Abbildungen. "Ich arbeitete gern mit dem Porträt meines grimmig dreinschauenden Großvaters Johann Adolph neben mir", schrieb der Nobelpreisträger John Steinbeck in einem seiner Briefe. Warum Johann Adolph Großsteinbeck so ernst blickte, macht dieses Buch deutlich. 1849 wanderte er im Alter von 17 Jahren aus dem Bergischen Land nach Palästina aus, doch das Leben dort war härter als erwartet. Nach einem schweren Schicksalsschlag suchte der Siedler schließlich in Amerika eine neue Heimat. Während der ganzen Zeit blieben er und seine Familie in regem Briefkontakt, und diese Briefe lassen eine fast vergessene Epoche in der Geschichte Palästinas wieder lebendig werden.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 12.01.2002

Sehr interessant findet die Rezensentin Angelika Dörfler-Dierken diese editierten Briefe einer im 19. Jahrhundert nach Palästina und später in die USA ausgewanderten Christenfamilie, und das nicht nur, weil einer der Nachfahren dieser Familie der amerikanische Schriftsteller John Steinbeck war, wie der Titel des Buches betont. Vielmehr sind besonders die Briefe aus Palästina ein interessanter Einblick in "die Mentalität von erwecklich geprägten Bauerskindern". Auch die historische Komponente, die "siedlungs- und alltagsgeschichtlichen Informationen" über Palästina, die das Buch enthält, findet die Rezensentin sehr interessant. Die Briefe aus den USA findet sie dagegen im Ton "viel pragmatischer" und an ökonomischen Themen orientiert.