David LaChapelle

Heaven to Hell

Cover: Heaven to Hell
Taschen Verlag, Köln 2006
ISBN 9783822825723
Gebunden, 344 Seiten, 49,99 EUR

Klappentext

LaChapelles "Heaven to Hell" ist der dritte Band der Trilogie, die mit LaChapelle "Land" (1996) begann und mit "Hotel" (1999) fortgeführt wurde. LaChapelles "Heaven to Hell" präsentiert fast doppelt so viele Bilder wie jeder der beiden ersten Bände und ist eine explosive Mischung der Arbeiten eines visionären Fotografen. Seit der Veröffentlichung von "Hotel LaChapelle" liegt die Faszination seiner Werke im Fokus, den er auf Stars und Mode setzt - immer verbunden mit gesellschaftlichen Bezugspunkten. LaChapelles Aufnahmen der berühmtesten Gesichter der Welt und von Randfiguren, wie der transsexuellen Amanda Lepore, stellen unsere Vorstellungen von Geschlecht, Glamour und Status in Frage. Mit dem barocken Überschwang, der sein Markenzeichen ist, seziert LaChapelle gesellschaftliche Bereiche und skizziert apokalyptische Zukunftsszenarien. Er bezieht sich in seinen Projekten auf die Renaissance, die Kunstgeschichte, das Kino, die Bibel, auf Pornografie und Popkultur - und spricht dabei in seiner ganz eigenen Bildsprache, die wie ein Spiegel unserer Zeit wirkt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.08.2007

Recht angetan zeigt sich Rezensent Freddy Langer von dem jüngst erschienenen Buch des Mode- und Starfotografen David LaChapelle "Heaven to Hell" , welches die "bonbonbunte Trilogie über das Leiden am Ruhm und die Freude an erotischen Reizen" komplettieren soll. Zurückhaltung könne man LaChapelle hierbei schon wegen seines Spiels mit Größenverhältnissen nicht vorwerfen. Dass sich zwei junge Damen lasziv auf einem Hot-Dog-Brötchen räkeln, verwundert daher kaum. Gepaart wird dies mit jener unverkennbaren Ästhetik, die den Rezensenten an "Alice im Wunderland" erinnert, sogar das Wort "Kinderbuch-Surrealismus" fällt. Allerdings hat sich das künstlerische Schaffen LaChapelles dahingehend verändert, dass das, "was früher sexy war" nun "harter Sex" ist. Diese Radikalisierung sei aber keineswegs als schlichte Kritik an einem pervertierten Konsumverhalten aufzufassen, erklärt der Rezensent. Vielmehr liege dem Fotografen daran, "auszuloten, was Auftraggeber noch dulden und die Prominenz noch mit sich machen lässt".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 08.12.2006

Von David LaChapelles Werk ist Daniel Kothenschulte sehr angetan, und auch der dritte Band in der Reihe, die bisher "LaChapelle Land" (1996) und "Hotel LaChapelle" (1999) umfasst, kann diesen guten Eindruck nicht trüben. Für Kothenschulte ist der "Neobarock" LaChapelles niemals sinnlos, und all die Oberflächlichkeit, Vulgarität und der Surrealismus in den Fotografien hat für den Rezensenten immer "Verve". LaChapelle gelinge es, den von ihm fotografierten Prominenten eine eigene auf sie zugeschnittene Welt zu erschaffen. Aus langer Sicht bewundert Kothenschulte die Geschlossenheit und Stimmigkeit von LaChapelles Gesamtwerk, das sich zu einem Porträt der populären Kultur fügt, das mit Überhöhung arbeitet und damit den Stil einer Epoche exemplarisch konserviert.
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