Das Literatur-Lesebuch

Deutsche Literatur aus 10 Jahrhunderten (Ab 10 Jahre)
Cover: Das Literatur-Lesebuch
Ravensburger Buchverlag, Ravensburg 2005
ISBN 9783473344420
Gebunden, 252 Seiten, 16,95 EUR

Klappentext

Ausgewählt und zusammengestellt von Manfred Mai. Mit zahlreichen farbigen Illustrationen von Stefanie Harjes. Das Literatur-Lesebuch lädt ein auf eine Reise durch die deutsche Literaturgeschichte aus über 1000 Jahren. Manfred Mai hat Texte ausgewählt, die allen den Zugang zu großen Autoren und Autorinnen öffnen und zeigen, was Literatur sein kann: tragisch, komisch, dramatisch, abenteuerlich, skurril und wahrhaftig wie das Leben. Dieses Buch will nicht kanonisieren oder katalogisieren oder gar Hitlisten erstellen. Wie der Titel schon sagt, ist es ein Lesebuch - ein Buch, in dem mit Lust und Freude gelesen wird und das Begeisterung für Literatur weckt.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.10.2005

Rundum gelungen findet Rezensent Burkhard Müller dieses deutsche Lesebuch mit Literatur aus zehn Jahrhunderten. Er würdigt es als ein Buch, das hält, was es verspricht: "Es führt an das Lesen von deutscher Literatur heran". Auch begrüßt Müller ausdrücklich, dass sich das Buch nicht an eine bestimmte Altergruppe wendet, sondern Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen anspricht. Die Auswahl der Texte - Müller spricht von einer "überlegten Mischung" aus eher bekannten und eher unbekannten Stücken - lobt er als "vortrefflich". Klar, dass man gelegentlich anderer Meinung sein kann. Müller bezweifelt in diesem Zusammenhang etwa die Aufenthaltsberechtigung von Siegfried Lenz oder Karen Duve in dieser Smmlung. Aber er macht auch deutlich, dass es darauf nicht so ankommt, zumal das Buch Wichtigeres leiste: "Es baut einen Rahmen, in dem Ungleichartiges und auch Ungleichgewichtiges seine volle Stimme erhält; und schafft so einen Ausblick, aber auch einen Kreis." Besonders gefallen haben ihm auch die "einfallsreichen, anmutigen" Illustrationen von Stefanie Harjes, die "Wert und Genuss" des Buchs noch erhöhen.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 16.03.2005

So mancher Deutschlehrer dürfte von dem "träumen", was Manfred Mai gelungen ist, meint Rezensentin Simone Leinkauf: Der Herausgeber, in dessen Buch unterschiedlichste literarische Texte versammelt sind, mache Kindern und Jugendlichen "Lust auf mehr", glaubt Leinkauf, verführe zum "Lesen und Schmökern" von Büchern, die als Pflichtlektüre in der Schule höchstens "entnervtes Aufstöhnen" hervorrufen würden. In Mais Sammlung finden sich Walther von der Vogelweide - übersetzt ins Hochdeutsche - Bertolt Brecht, Ingeborg Bachmann oder Andreas Gryphius. Dass die Auswahl "subjektiv" ausfallen und wichtige Schriftsteller "zurückstehen" mussten, stört die Kritikerin nicht. Der Leser müsse allerdings damit rechnen, dass ihm viele Auszüge - "Stückwerk" - zugemutet werden. Doch nicht zuletzt wegen Stefanie Harjes Illustrationen, die "zusätzlichen Reiz" ausüben, verspricht Leinkauf dem Publikum ein Buch, das "mit Sicherheit neugierig" machen wird.
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