Das Hohelied Salomos

Gelesen von Anna Thalbach
Cover: Das Hohelied Salomos
Audiobuch, Freiburg 2001
ISBN 9783933199355
CD, 15,31 EUR

Klappentext

Eine alte Geschichte: Sehnsucht, Glück, Verzweiflung, die Begeisterung für die Schönheit des Menschen, den man liebt: Kein anderes Thema ist so zeitlos, kein anderes packt jeden, früher, später...Wer liebt denkt anders. Wer liebt, geht auf Entdeckungsreise....was für ein Abenteuer, einen 2600 Jahre alten Text wiederzufinden...voll von Assoziationen, Düften, erotischen Anspielungen....das Hohelied Salomo, für hundert Generationen Freiraum und Spielmaterial...wie oft sind Zitate aus diesem Lied schon hin und her gegangen, wie Löschpapier vollgesogen mit realer Erfahrung. Diese alten Texte sind frisch wie am ersten Tag, wie eben gesungen, zwischen Hirten und Weinlaub oder Bahnhof Friedrichstraße und Love Parade. Das Hohelied wird vom Sockel geholt, und es gewinnt dadurch nur an Emotionen.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 20.03.2001

Eva Behrendt bespricht in ihrer Rezension zwei CDs mit Texten aus der Bibel: "Das Hohelied Salomos", gesprochen von Anna Thalbach (Audiobuch) und "Die schweinischsten Stellen aus dem Alten Testament", gelesen von Harry Rowohlt (Hörbuch Verlag).
So ganz scheinen die Verlage vom Marktwert der Bibel nicht überzeugt zu sein, oder wie sonst, fragt Eva Behrendt, erklärt sich, dass man zur "Schmuddelromatik" greife, um sie eher an Mann und Frau zu bringen. Obwohl doch gerade die Bibel der oralen Tradition sehr verpflichtet sei. Immerhin, so erfahren wir bei Behrendt, es gibt die Bibel komplett gesprochen auf CD. Wem das zu viel oder zu langweilig sei, der könne nun auf die sprachlichen Highlights oder Auszüge zurückgreifen: gleich zweimal hintereinander spricht Anna Thalbach "Das Hohelied Salomos", einmal normal, einmal unterlegt mit Sphärengesäusel, so Behrendt. Das Cover sehe aus wie das zum einem "melancholischen Triphop-Sampler", während das für den barocken Harry Rowohlt auf Hieronymus Bosch anspielt. Rowohlt interpretiere gleichfalls mit Anschaulichkeit das halbe "Hohelied" sowie einige Stellen aus den Büchern Mose, die für Behrendt nur mit äußerster Fantasie als schweinisch durchgehen.
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