Das Händel-Handbuch

6 Bände
Cover: Das Händel-Handbuch
Laaber Verlag, Laaber 2011
ISBN 9783890076843
Gebunden, 4800 Seiten, 689,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Hans Joachim Marx. Georg Friedrich Händels Rang unter den Komponisten des Barock ist einzigartig. Mit seinem Genie und seiner Erfindungsgabe hat er Meisterwerke in sämtlichen wichtigen Gattungen seiner Zeit geschaffen, die ihn zu einem der einflussreichsten Komponisten überhaupt werden ließen. Viele seiner Kompositionen sind seit eh und je als Meilensteine der Musik anerkannt, nichtsdestotrotz ist der ganze Reichtum seines Schaffens noch zu entdecken. Hierzu möchte das neue Händel-Handbuch genauso beitragen wie zu einer umfassenden Darstellung von Händels Zeit und Umfeld. Im zweibändigen Werk Händel und seine Zeitgenossen sowie dem neuen Händel-Lexikon stehen natürlich außerdem die unterschiedlichen Aspekte seiner Biografie und seines Nachwirkens im Fokus.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.12.2011

Was man über Händel wissen muss, stellt Dirk Schümer erfreut fest, findet man entweder in seiner Musik oder aber auf den knapp 5000 Seiten dieses sechsbändigen Handbuchs, das der Herausgeber Joachim Marx mit seinen Kollegen erarbeitet hat. Fakten, neu entdeckte Quellen, Interpretationen, Aufführungsgeschichte, biografische Details zu Musikern, Sängern, Mäzenen, Notenbeispiele, dazu reiches Bildmaterial. Schümer hat viel mehr vor sich als ein Nachschlagewerk, das noch zu jedem Pasticcio präzise, dem Wissenstand entsprechende Angaben macht. Immer wieder stößt der Rezensent auf neu oder umfangreicher denn je erschlossene Aspekte, wie den barocken Tanz, die barocke Aufführungspraxis oder Händels Privatleben. Und während er das alles liest, bewundert Schümer den "Showunternehmer" Händel und sein ungeheures Werk immer mehr. Da können manche Beiträger den romantischen Nimbus ruhig hinwegfegen, Händel hat den gar nicht nötig, findet Schümer. Populärwissenschaftliches, wie einen Beitrag über Kastratenrollen, hat wiederum das Handbuch nicht nötig, krititisiert er. Eine etwas genauere Annäherung an gegenwärtige Händel-Einspielungen dagegen vielleicht schon. Das sind die wenigen Wermutstropfen für den Rezensenten.