Das Buch des Dede Korkut

Heldenerzählungen aus dem türkischen Mittelalter
Cover: Das Buch des Dede Korkut
Philipp Reclam jun. Verlag, Frankfurt am Main 2008
ISBN 9783150106662
Gebunden, 299 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Herausgegeben und aus dem Türkischen übersetzt von Hendrik Boeschoten. Dede Korkut, "Väterchen" Korkut, ist der Erzähler von zwölf kleinen Heldengeschichten. In der Türkei kennt sie jedes Kind. Es sind Geschichten voller Relikte mündlicher Erzähltraditionen und Details aus dem Leben einer nomadischen Kultur, Geschichten von unbeherrschbaren und manchmal unbeherrschten Helden, starken Vätern und noch stärkeren Söhnen, vom Krieg mit andersgläubigen Nachbarn, aber auch von Brautwerbung um selbstbewusste - und kampfgewandte - schöne Töchter und von stolzen und ehrwürdigen Müttern.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.10.2008

Rezensent Tilman Spreckelsen nennt das zum Auftakt der Reclam Bibliothek erscheinende Buch einen Klassiker der türkischen Literatur, vergleichbar dem Nibelungenlied, ohne eindeutigen Autor oder Entstehungsdatum ("nach 1500 schriftlich fixiert"). Elemente mundsprachlicher Überlieferung entdeckt Spreckelsen zwischen lyrischer Prosa und Verselementen überall. Und das gefällt ihm allemal besser als die wenig originelle, zwischen Raubzug und Trinkgelage stattfindende sagenhafte Handlung. Doch auch als Quellentext zur Kultur des Türkenvolkes der Oghusen schätzt Spreckelsen das Heldenepos. Was die Figur des Dede Korkut beobachtet und kommentiert, lässt sich der Rezensent vom Übersetzer und Herausgeber Hendrik Boeschoten gern genauer auseinandersetzen. So weiß er am Ende sogar, dass ein "Batman" kein Fledermausmann ist, sondern ein Gewichtsmaß. Ogusisch eben.
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