Cormac McCarthy

Land der Freien

Roman
Cover: Land der Freien
Rowohlt Verlag, Reinbek 2001
ISBN 9783498044725
Gebunden, 333 Seiten, 22,96 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Nikolaus Stingl. Herbst 1952: John Grady Cole arbeitet als Gehilfe auf einer Ranch bei El Paso. Wieder und wieder zieht es ihn über die Grenze nach Mexiko. Dort, in den Nachtbars und Puffs von Ciudad Juarez, meint er diejenige gefunden zu haben, die seine unstillbare Sehnsucht nach dem Unmittelbaren, nach dem Rätselhaften stillt: Magdalena, eine schöne Hure, zart und zerbrechlich. Zwischen den beiden wächst eine wortkarge Liebe. Doch Magdalena gehört Eduardo, dem philosophierenden Zuhälter und Messerhelden ...

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 12.07.2001

Eberhard Falcke bespricht den dritten und letzten Band der "Border-Trilogie" von Cormac McCarthy sehr ausführlich. Als Kenner seiner Romane über den "Wilden Westen" weiß der Rezensent über den Autor nur Positives zu berichten. Erst spät sei der 1933 geborene Autor, der seit vielen Jahren im texanischen El Paso lebt, zu schriftstellerischem Ruhm gelangt, informiert der Rezensent. Die ersten beiden Romane der Trilogie, "Grenzgänger" und "All die schönen Pferde", rangierten in den USA auf den Bestsellerlisten. Und auch der letzte Teil, in dem der Autor die Protagonisten der ersten beiden Bände zusammenführt, ist für Falcke ein großer Wurf. Er hält die Trilogie im Ganzen für ein "bewundernswertes, eigentümliches Werk", groß in der erzählerischen Reflexion über Vergänglichkeit, Gewalt, Schmerz und die Unmöglichkeit der Erlösung. Ein "unschuldig-hoffnungsvoller" Spätwestern, dessen letzter Teil von Nikolaus Stingl auch noch hervorragend übersetzt worden sei, lobt der Rezensent.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 05.05.2001

In seinem dritten Band der "Grenzland-Trilogie" führt der amerikanische Schriftsteller Cormac McCarthy Billy und John, die beiden Protagonisten der vorangegangenen Western, zusammen, informiert Bruno Preisendörfer. Auch hier gehe es, wie zuvor, um Pferde, Reiter in der unendlichen Weite des Westens, die Liebe, den Kampf und den Tod. Für den Rezensenten sind alle drei "Cowboyromane" geheimnisvolle und spannende Schicksalsbücher. Abenteuerromane, versehen mit einer einzigartigen Metaphernsprache. Und besonders einzigartig findet Preisendörfer McCarthys empfindungsfreien Stil. Gutes wie Böses werde hier mit gleicher Distanz beschrieben. Diese Kälte in der Beschreibung, warnt der Rezensent, ruft auch beim Leser doppelbödige Befindlichkeiten hervor.