Christoph Peters

Einschreiben Aufzeichnen

Cover: Einschreiben Aufzeichnen
Matthes und Seitz, Berlin 2013
ISBN 9783882210699
Gebunden, 424 Seiten, 29,90 EUR

Klappentext

Mit Zeichnungen von Matthias Beckmann. Ein Geschenk, ein neuer Füller, wird zum Auslöser für die tägliche Niederschrift. Christoph Peters schreibt sein neues Arbeitsgerät ein, und lässt den Leser für ein Jahr an den Beobachtungen und Gedanken seines Alltags teilhaben. Scheinbar Banales wird beschreibenswert, Routine wird zum Ereignis. Matthias Beckmann hat Zeichnungen dazu gefertigt, die den Charakter der Notate präzise widerspiegeln und Peters Alltag illustrieren.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 17.02.2014

Wer derart verschwenderisch seine Einfälle in die kleine Form gießen kann, der muss ja jede Menge Talent haben, mutmaßt Christoph Schröder angesichts von Christoph Peters' Buch, das sich der Einschreibeprozedur eines Füllers verdankt. Jeden Tag eines Jahres setzt sich der Autor zu diesem Zweck hin und schreibt in ein Notizbuch - Alltagsbeobachtungen, Erinnerungen, Auratisches, und all das immer munter mischend. Schröder gefällt daran besonders der Moment, wenn sich die Protokollierungen quasi selbstständig machen, neue, ungeahnte Verbindungen schaffen und Bögen schlagen. So naiv das alles auf den ersten Blick vom Autor gemacht scheint, so sehr erkennt Schröder doch eine ausgefuchste Poetologie dahinter, die so manches Disparate zusammenführt. Daraus entstehen zum Teil wunderbare Miniaturen, versichert der Rezensent.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.01.2014

Einen edlen Füller einschreiben zu wollen, hält Jochen Schimmang für einen trifftigen Grund, um ein Buch zu schreiben. Dass bei Christoph Peters weder ein Tage-, noch ein Arbeitsbuch dabei herauskommt, sondern ein disparater Versuch Nahliegendes möglichst unangestrengt zu beschreiben, findet Schimmang in Ordnung. Immerhin sind sie lesenswert, klug und gedankenreich, diese Notate, versichert der Rezensent und erkennt peu à peu das "eigentliche Feld", das der Autor hier und stets beackert. Zwischen Familie, historischen Figuren und Zeitgenossen schimmert Peters' ausdrücklich unkitschige Beschäftigung mit verschiedenen Religionen hindurch. Und ein Humor, den der gezeichnete Kommentar von Matthias Beckmann laut Schimmang gekonnt aufnimmt.
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