Carson McCullers

Süß wie 'ne Gurke und rein wie ein Schwein

Nachdichtung von Eva Demski
Cover: Süß wie 'ne Gurke und rein wie ein Schwein
Schöffling und Co. Verlag, Frankfurt am Main 2005
ISBN 9783895610196
Gebunden, 48 Seiten, 12,90 EUR

Klappentext

Mit farbigen Illustrationen von Rolf Gerard. "Sei süß wie 'ne Gurke/Und rein wie ein Schwein -/Dann kriegst du 'nen Cent/Und wir tanzen zu zwei'n", dichtete die amerikanische Schriftstellerin Carson McCullers und hatte an diesem Nonsens-Vers so viel Spaß, dass sie für die Kinder ihres Freundes ein ganzes Buch voll frech-verdrehter Reime schrieb. Jeder, der ihren Roman "Frankie" gelesen oder sich mit dem Mädchen Mick in "Das Herz ist ein einsamer Jäger" identifiziert hat, weiß, dass Carson McCullers der Welt der Kindheit immer sehr nah war. In ihren Gedichten fängt sie die Stimmungen und Augenblicke des kindlichen Staunens ein.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 26.11.2005

Carson McCullers' Kinderverse sind für den den Rezensenten Burkhard Müller eine wahre Wonne. Frei von "Herablassung" und auch von zwanghafter Originalität lesen sie sich wie von Kinderhand geschrieben. Das schwierige Unterfangen, die Intimität von Kinderversen, deren "zarte Unbedachtheit" und vermeintliche Anspruchslosigkeit in eine andere Sprache zu bringen, ist Eva Demski, wie der Rezensent findet, in jeder Hinsicht gelungen. Da wo das Leichte verloren gehen müsse - etwa wenn etwas im Deutschen deutlicher formuliert werden müsse und somit erwachsener klinge - , tröste Demski mit Witz oder anderen, mitunter gewagten "Wirkungsäquivalenzen". Müllers Liebling ist in beiden Sprachen das Gedicht "Lieblingsspeisen - Favorite Eats", in dem jedes Familienmitglied seine Leibspeise nennt, und die Mutter, die sich zunächst als bedürfnislose Sorgende ohne Leibgericht darstellt, von der Erzählstimme dabei ertappt wird, wie sie sich auf dem Sofa genüsslich an Konfekt labt. Alles in allem ist "Süß wie 'ne Gurke und rein wie ein Schwein" ein wunderbares Buch, schwärmt der Rezensent, der nur Rolf Gerards flotte Illustrationen ein wenig zu routiniert findet, so, als hätte er "keine große Lust mehr (...) zuzuhören".
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