Bryan Stanley Johnson

Christie Malrys doppelte Buchführung

3 CDs
Cover: Christie Malrys doppelte Buchführung
Kein und Aber Verlag, Zürich 2005
ISBN 9783036911564
CD, 19,90 EUR

Klappentext

Laufzeit 194 Minuten. Gesprochen von Martin Semmelrogge. Christie Malry ist ein einfacher junger Mann, der sich vorgenommen hat, reich zu werden. Er beginnt in einer Bank zu arbeiten, um sich zumindest in der Nähe des Geldes zu wissen. Schnell aber merkt er, dass der Umgang mit Geld allein noch nicht reich macht. Immerhin lernt er die doppelte Buchführung, bei der jede finanzielle Transaktion eine Doppelwirkung hat: Minderung auf einem Konto bewirkt Mehrung auf einem anderen. Christie Malry erkennt den Nutzen dieses Prinzips und wendet es auf die in seinem Leben empfangenen Belästigungen an, die angemessene Entschädigungen erfordern. Ganz gewissenhaft geht er dabei nach eigenen Maßstäben vor - frei nach dem Motto 'Debit sie, Kredit ich' verschont Christie Malry keinen, der ihm seiner Meinung nach Unrecht tut: Wirtschaftlich ist seine doppelte Buchführung ein voller Erfolg, in der Beziehung mit seiner Freundin - Romantik par excellence, und schließlich in seiner Abrechnung mit der Gesellschaft - eine Katastrophe.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.11.2005

In den Augen des Rezensenten Martin Z. Schröder ist diese Hörspieladaption ein doppelter Gewinn. Zum einen, weil dieser "großartige", ursprünglich aus Großbritannien stammende Roman in Buchform hierzulande kaum noch greifbar sei. Zum anderen, weil der Sprecher Martin Semmelrogge seine Aufgabe nach Dafürhalten des Rezensenten wohltuend ernst nimmt und sich offensichtlich in den Text gut und mit der gebotenen Sorgfalt eingefunden hat: Semmelrogge beherrsche die Technik der "beiläufigen" Ironie, die so natürlich daherkommt, als wäre sie überhaupt nicht beabsichtigt. Für Schröder eine angenehme Abwechslung zu den angestrengt komischen Vorlesern, die er wohl schon einmal zu oft hören musste. Zudem besitze Semmelrogges Stimme eine beachtliche stilistische Spannbreite: "Diese Vielfalt zumal des gekonnten Ausdrucks ist leider ebenso selten anzutreffen."
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