Brian Doyle

Boy O'Boy

(Ab 14 Jahre)
Cover: Boy O'Boy
Friedrich Oetinger Verlag, Hamburg 2005
ISBN 9783789133091
Gebunden, 176 Seiten, 9,90 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Silke Hachmeister. Illustiert von Doris K. Künster. Die Luft riecht nach Aufbruch und Abenteuer! Kanada, 1945. Dieser Sommer ist ganz nach Martins Geschmack: Alles verändert sich und ist in Bewegung! Ottawa ist ein Hexenkessel, die Straßen sind voll von heimkehrenden Soldaten, er wird ein Geschwisterkind bekommen und sein Nachbar Buzz hoffentlich unversehrt aus dem Krieg zurückkommen. Gemeinsam mit seinem Freund Billy verdient sich Martin etwas Geld im Kirchenchor. Eine ziemlich angenehme und wenig anstrengende Art, die Sommerkasse aufzubessern, finden die beiden. Aber da ist auch noch Mr George, der Orgelspieler, der Martin sehr zugeneigt ist.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.12.2005

Siggi Seuss fühlt in Brian Doyles Roman "Boy O' Boy" das Ottawa der Nachkriegszeit lebendig werden. Wenn der Rezensent schwärmerisch die von Doyle geschilderte Atmosphäre zwischen Bing Crosbys "Moonlight Becomes You" und der freudig-euphorischen Stimmung nach Kriegsende auf den Straßen nachempfindet, erschrickt man fast davor, dass hier eigentlich die traurige Geschichte des elfjährigen Martin O' Boy geschildert wird, dessen Leben einem Spießrutenlauf gleicht. "Ohne Kitsch und Sentimentalität" erzähle der Autor, betont Seuss jedoch, wie Martin seine geliebte Oma verliert, mit einem alkoholabhängigen Vater umgehen muss und zusammen mit seiner Mutter, die zudem hochschwanger ist, den geistig behinderten Bruder pflegt. Dennoch bewirke Doyle mit seinem "versöhnlich-ironischen Ton" und seiner lebendigen Erzählweise, dass der Roman die "Hoffnung und Neugierde auf das Leben" nicht aus den Augen verliere.
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