Beschweigen und Bekennen

Die deutsche Nachkriegsgesellschaft und der Holocaust
Cover: Beschweigen und Bekennen
Wallstein Verlag, Göttingen 2001
ISBN 9783892444930
Broschiert, 160 Seiten, 15,34 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Norbert Frei und Sybille Steinbacher. Sechs Historikerinnen und Historiker beleuchten das komplizierte Verhältnis von Verdrängung und Erinnerung nach dem Holocaust. Mit Beiträgen von Raphael Gross, Nicolas Berg, Matthias Weiß, Marc von Miquel, Karin Hartewig und Sybille Steinbacher.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.04.2002

Der vorliegende Sammelband ist der Beginn einer neuen Buchreihe, mit der die Stadt Dessau und das "Jugendgästehaus Dachau" wissenschaftliche Projekte zum Konzentrationslager Dachau begleiten und einem größeren Publikum nahe zubringen suchen, informiert der Rezensent Bernd Sösemann. Seine Ausführungen sind sachlich und geben vor allem den hohen aufklärerischen Anspruch in Sybille Steinbachers Beitrag über "Wirkungen eines sprachlich sakralisierten Umgangs mit den Verbrechen" in der frühen Nachkriegszeit und seinen "Topos von der diffamierten Stadt" Dachau wieder. Einen weiteren Beitrag zur "aktuellen Diskussion über die Zeugenschaft" und das problematische Vermischen von Erinnerung und Forschung von Raphael Gross, Direktor des Londoner "Leo Barck Instituts", hebt der Rezensent ebenfalls als sehr anregend hervor.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 13.10.2001

Drei neue Publikationen zur Deutung des Holocaust hat sich Hans Mommsen für uns angesehen: Yehuda Bauers "Die dunkle Seite der Geschichte", erschienen im Jüdischen Verlag, "Beschweigen und Bekennen", im Wallstein Verlag, herausgegeben von Norbert Frei und Sybille Steinbacher, sowie "Auf Wiedersehen Gestern" von Michael Jeismann (DVA). Der Sammelband "Beschweigen und Bekennen" über die deutsche Nachkriegsgesellschaft nach dem Holocaust lasse in erster Linie jüngere Historiker zu Wort kommen, erklärt der Rezensent und gibt eine Reihe von Themenbeispielen. Ob die publizistische Behandlung des Holocaust in SBZ und DDR behandelt wird oder die Verfolgung von NS-Verbrechen in den Sechzigern, für Mommsen machen die Aufsätze vor allem deutlich, "wie stark die Bereitschaft zu unbefangener Auseinandersetzung mit dem Holocaust im Zuge des Generationswechsels gestiegen ist und wie sehr sich in diesem Zusammenhang auch der geschichtswissenschaftliche Zugriff verändert hat."
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