Berlin - Finanzierung und Organisation einer Metropole

Ringvorlesung der Fachbereiche Rechts- und Wirtschaftswissenschaft der Freien Universität Berlin im Sommersemester 2005
Cover: Berlin - Finanzierung und Organisation einer Metropole
Duncker und Humblot Verlag, Berlin 2006
ISBN 9783428118939
Kartoniert, 212 Seiten, 69,80 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Ulrich Baßeler, Markus Heintzen und Lutz Kruschwitz. Der Band fasst in leicht überarbeiteter Form elf Vorträge zusammen, die im Sommersemester 2005 an der Freien Universität Berlin gehalten worden sind. Die Vorträge lassen sich in drei Gruppen bündeln: Vorträge von Politikern, ökonomisch-verwaltungswissenschaftliche Vorträge, juristische Vorträge. Die Berliner Senatoren Sarrazin - abgedruckt ist einer seiner "Folienvorträge" - und Wolf stellen die finanzielle und wirtschaftliche Situation Berlins und ihre Perspektiven aus der Sicht des Landes, der Staatssekretär im Bundesfinanzministerium Halsch aus der Sicht des Bundes dar. Der Bundestagsabgeordnete W. Wieland beschäftigt sich mit der föderalen Neugliederung im Raum Berlin/Brandenburg, der Unternehmer Dussmann mit der privaten Finanzierung der überfälligen Sanierung der Staatsoper Unter den Linden. Im engeren Sinne juristische Fragen behandeln J. Wieland (extreme Haushaltsnotlage Berlins) und Andreas Musil (bezirkliche Selbstverwaltung). Dem Topos "Metropole" gelten die Beiträge von Röber (Vergleich der Verwaltungen europäischer Metropolen) und Schuppert (Metropolitan Governance). Michael Heine und Manfred Seitz befassen sich aus wirtschaftswissenschaftlicher Sicht mit den Finanzen von Berlin. Die Beiträge erheben keinen systematischen Anspruch, sondern heben hervor, was den Herausgebern in der dritten Phase der Berliner Finanzpolitik nach der Wiedervereinigung (erst übertriebene Erwartungen, dann Fortsetzung des alten Kurses, jetzt Konsolidierung) als wichtig erschienen ist.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.04.2006

Überaus informativ findet Rezensent Manfred Schäfers diesen Band mit elf Beiträgen über die Hintergründe der desaströsen Finanzlage Berlins - gerade im Blick auf die anstehende Verhandlung in Sachen "Haushaltsnotlage des Landes Berlin" vor dem Zweiten Senat des Bundesverfassungsgerichts. Ihn interessieren vor allem drei Fragen: Wie konnte es überhaupt zu der desaströsen Finanzlage Berlins kommen? Was hat Berlin getan, um sich selbst daraus zu befreien? Und warum lehnt der Bund die geforderte Unterstützung ab? Vorliegender Band gibt nach Meinung Schäfers überzeugende Antworten. Lobend äußert er sich über Harald Wolfs Beitrag, der den Weg in die Krise der lange geteilten Stadt beschreibt. Außerdem hebt er Thilo Sarrazins Beitrag über die Ausgaben Berlins in den Bereichen Soziales, Schulden, Lehrer, aber auch Hochschulen, Wohnungsbau und vor allem Kinderbetreuung hervor.
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