Annette Droste-Hülshoff

Annette von Droste-Hülshoff: 'Historisch-kritische Ausgabe. Werke, Briefwechsel'

Band VI, 2: 'Dramatische Versuche'. Dokumentation.
Cover: Annette von Droste-Hülshoff: 'Historisch-kritische Ausgabe. Werke, Briefwechsel'
Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2001
ISBN 9783484107588
Gebunden, 730 Seiten, 101,24 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Winfried Woesler. Bearbeitet von Elisabeth Blakert. Band VI,2 der Historisch-kritischen Droste-Ausgabe bietet die erste umfassende Dokumentation des dramatischen Schaffens der Droste, das in den letzten Jahren zunehmend in das Blickfeld der Forschung geraten ist. Eine herausragende Bedeutung nimmt hier das 1840 entstandene Lustspiel "PERDU! oder Dichter, Verleger, und Blaustrümpfe" ein, das wichtige Hinweise auf das Selbstverständnis der Droste als Dichterin gibt. Ihre übrigen dramatischen Versuche sind allesamt Jugendwerke: das Trauerspiel "Bertha oder die Alpen", ein Trauerspielversuch "Hedwig und Sophie oder Verzweiflung und Rache" sowie die beiden Versuche im Komischen "Das Räthsel oder Wie viele Pfund Freyer gehn auf 1 Pfund Nehmer / Antwort: Keins denn Sie fliegen alle davon" und die "SCENEN aus Hülshoff".

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.09.2001

Walter Hinck bejubelt die Vollendung der historisch-kritischen Ausgabe der Werke Annette von Droste-Hülshoffs. Nur gerade mal zwei Jahrzehnte hätte es bis zur Publikation der beiden letzten Bände gedauert, die Hinck kurz vorstellt. Am ersten Band, der die dramatische Produktion versammelt, könne festgestellt werden, dass diese Seite der Autorin sowohl für die Bühne als auch für das Lesepublikum verloren sei. Das Theater sei nun einmal nicht die Domäne der Droste gewesen. Doch "tapfer" hätte sie in Lustspiel- und Tragödienversuchen gegen alles Epigonentum angeschrieben. Über den Briefband erfährt man kaum etwas. Die editorische Sorgfalt der Herausgeber und ihr profundes historisch-politisches und kulturgeschichtliches Wissen aber scheinen keine Wünsche offen zu lassen. Nichts Gegenteiliges hat der Rezensent zu vermelden. So kann er der Ausgabe "längere Haltbarkeit" getrost voraussagen.