Anklage unerwünscht

Korruption und Willkür in der deutschen Justiz
Cover: Anklage unerwünscht
Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2007
ISBN 9783821856674
Gebunden, 304 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Von Jürgen Roth, Rainer Nübel und Rainer Fromm. Tatort Deutschland: Marie war als Kind und Jugendliche 15 Jahre lang Opfer brutalster pornografischer Gewalt. Obwohl sie Täternamen und Tatorte nennen kann, verweigert die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen. Will man keinen Fall Dutroux in Deutschland? Oder liegt es daran, dass unter den mutmaßlichen Tätern auch hochrangige Juristen sind? In Hessen ist eine der obersten Richterinnen mit ihrem Mann, einem Rechtsanwalt, in eine gigantische Vermögensverschiebung involviert. Warum sich die Justiz mit allen Mitteln gegen Ermittlungen sträubt, weiß nur die hessische Landesregierung. Geldwäsche in Casinos: Seit Jahren laufen Hinweise bei verschiedenen deutschen Staatsanwaltschaften ins Leere. Stattdessen werden Wirtschaftskriminelle, Waffenhändler und Mafiabosse von den staatlichen Spielbanken hofiert und bevorzugt behandelt. Die Justiz schaut weg und der Staat profitiert.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.07.2007

Christoph Möllers rät zur Vorsicht bei diesem Buch. Schon den Ruf der Autoren nach einer einwandfreien, unabhängigen Justiz hält er für unrealistisch. Schlimmer noch erscheint ihm, dass neben "ordentlich recherchierten" Fakten über fachliches und moralisches Versagen deutscher Behörden vor allem Unterstellungen die Grundlage der Texte bilden und der Ton des Ganzen eher reißerisch ist. Möllers vermisst "jede Handhabe", Zusammenhänge herzustellen und aufzuklären. Stattdessen begegnet ihm einmal mehr ein "Element schwacher Justizkritik": Die Fälle würden geschildert, "als sei es genauso schlimm, einen Mord nicht zu verfolgen, wie ihn zu begehen."
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