Amir, Khalil

Zahra's Paradise

Die Grüne Revolution im Iran und die Suche einer Mutter nach ihrem Sohn
Cover: Zahra's Paradise
Knesebeck Verlag, München 2011
ISBN 9783868731033
Gebunden, 160 Seiten, 19,95 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Reinhard Pietsch. Während der Proteste gegen die gefälschten Wahlen vom 16. Juni 2009 im Iran verschwindet der junge Mann Mehdi spurlos. Seine Mutter und sein Bruder - ein Blogger - machen sich auf eine verzweifelte Suche nach ihm: im Internet, in den Krankenhäusern, in den Gefängnissen und auf den Friedhöfen der Islamischen Republik. Dabei kämpfen sie mutig gegen die Institutionen, um die Wahrheit zu erfahren, und stoßen auf eine dunkle Welt des Grauens. Die fiktive Geschichte um Mehdi ist exemplarisch für das Schicksal vieler Iraner und schildert eindringlich die politische Situation des Landes.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 05.12.2011

Aus den Bildern und Texten dieses Comics sprechen für Florian Kesler Sehnsucht und Hoffnung. Hinter dem Pseudonym "Amir & Khalil" verbergen sich ein im Exil lebender iranischer Autor und sein arabischer Zeichner, die den Terror des iranischen Regimes in einer fiktionalen Geschichte, geformt aus Erzählungen und Augenzeugenberichten, kritisieren. Es geht um die Suche einer Mutter nach ihrem verschwundenen Sohn, einem Studenten, der nach der Grünen Revolution von 2009 in das Mahlwerk des Regimes gerät. Kesler lobt die bildreiche Sprache und die ausdrucksstarken Bilder, Zeichner und Autor bewegten sich auf gleicher Höhe, schreibt er. Allerdings scheint ihm der Gang der Story mitunter zu sehr dem Zufall überlassen; ein "süßlicher" Epilog irritiert den Rezensenten nicht zuletzt angesichts der 16901 Opfer des Regimes, die Amir und Khalil im Anhang verzeichnen, um ihnen doch noch zu ihrem Menschenrecht zu verhelfen.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 13.09.2011

Die Grüne Revolution im Iran forderte 2009 viele Opfer. Etwa 70 Demonstranten wurden damals getötet und Tausende verhaftet. "Ein anrührendes wie engagiertes Stück grafischer Literatur" ist den unter den Pseudonymen Amir und Khalil arbeitenden Autoren gelungen, findet Christian Schlüter, denn was damals in den Straßen Teherans geschah, kennen wir nur aus verschwommenen Digitalbildern. Amir und Khalil haben dafür eine zeichnerische Sprache gefunden, die Schlüter an Marjane Satrapis "Persepolis" erinnert. Der Comic erzählt die Geschichte einer Mutter, die nach ihrem Sohn sucht, der während der Proteste verschwunden ist.
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