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Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Redaktionsblog: Im Ententeich

Das Zentraleuropäische Forum in Bratislava

20.11.2009. Eine solche Liebe dürfte einem ausländischen Staatsmann kaum je entgegenschlagen. Obama vielleicht. Aber der Jubel für Obama wirkt angesichts der Szene im ausverkauften Stadttheater von Bratislava wie kindische Verliebtheit. Denn dies hier ist Liebe, dauerhafte innige Dankbarkeit für einen, der wusste loszulassen. Vaclav Havel verbeugt sich in einer Reihe von Diskussionspartnern und nimmt den stehend dargebrachten Applaus mit Geduld und Bescheidenheit entgegen. Die Diskussion handelte von einem gewissen Gefühl der Ernüchterung nach zwanzig Jahren errungener Demokratie. Der Perlentaucher war eingeladen, weil er mit seiner englischsprachigen Seite signandsight.com immer wieder auch versuchte, europäische Debatten zu lancieren - und dabei in den mittel- und osteuropäischen Ländern auf größere Resonanz stieß als in Deutschland oder Westeuropa. Von Thierry Chervel

Google books paradox

15.11.2009. Google wird nach der neuen Version des Google Book Settlement nur noch amerikanische Bücher online verfügbar machen, heißt es (mehr zu den Details des neuen Google Book Settlement bei irights.info). Der ehemalige Direktor der Bibliothèque, Jean-Noël Jeanneney, hatte vor ein paar Jahren die Horrorvorstellung verbreitet, Google Books würde durch Bevorzugung der eigenen Sphäre die amerikanische Hegemonie steigern. Europäische Politiker nickten ernst und versprachen Abhilfe. Nun ist Jeanneneys Horrorvision wahr geworden - durch den Widerstand der Europäer. Von Thierry Chervel

Schutzlos ausgeliefert im Internet?

15.11.2009. Am Montag und Dienstag werden Pflöcke eingeschlagen. Am Montag und Dienstag finden die VDZ Zeitschriftentage statt. Der Dienstag ist ganz dem Thema Leistungsschutzrecht gewidmet. Zuerst redet Hubert Burda, die keynote speech kommt dann von Angela Merkel. Die CDU hat bereits mehrfach bekundet, dass sie ein Leistungsschutzrecht einführen will - jetzt kommt's also drauf an. Von Ilja Braun

Schirrmachers Payback kommt über Bande

06.11.2009. Es wetterleuchtet am Horizont. Frank Schirrmacher hat ein neues Buch geschrieben, und anders als die allermeisten Journalisten seiner Generation hat er ja die Kapazität, Debatten auszulösen. Früher lancierte er seine Bücher per Vorabdrucken in Bild (was ja auch jetzt noch nicht ausgeschlossen ist). Diesmal aber spielt er zunächst über Bande: In Edge diskutieren einige bekannte Namen der von Schirrmacher vor zehn Jahren (wäre das nicht eine Gedenkausgabe wert?) ausgelobten "Dritten Kultur". "Payback" heißt das Buch - Randomhouse hat noch keine Leseprobe online gestellt. Es kommt noch im November. Die These lautet: Information Overload, Aufmerksamkeitsdefizitstörung, das Internet macht uns gaga (auch Nicolas Carr hatte das vor gut einem Jahr in Atlantic Monthly beklagt). Und "wie gewinnen wir die Kontrolle über unser Denken zurück?" Von Thierry Chervel

Wir erinnern uns zu Tode

02.11.2009. Gehen wir mal die Feuilletons der letzten Tage durch. Fünfzig Jahre Asterix. Dreißig Jahre Billy-Regal. Richard Serra wird siebzig. Vor vierzig Jahren starb Jack Kerouac. 25 Jahre Architekturmuseum Frankfurt. Zwanzig Jahre Mauerfall, klar. Helmut Kohl schaut zurück. Siebzig Jahre Herlinde Koelbl. Achtzig Jahre Bud Spencer. Sechzig Jahre FAZ. Schily, Ströbele, Mahler: Drei alte Herren plaudern aus dem Anwaltskollektiv. Wie Schabowski sich mit seinem Zettel verhaspelte. Hebung des Grabes von Federico Garcia Lorca. Frankreich sorgt sich um seine nationale Identität. Prächtige Dokumente aus der Familiengeschichte der Fugger. Was hat Angela Merkel am 11. November in Paris zu suchen? Die Titanen sterben aus - jungen Dirigenten fehlt das Charisma. Geschichte des Überlebens der Frankfurter Schule im schweizerischen und amerikanischen Exil. Georg-Elser-Denkmal enthüllt. 400 Jahre Shakespeare-Sonette. Heinz Czechowski ist tot. Heinz-Klaus Metzger ist tot. John Cleese siebzig. Zehn Jahre Lyrikline. Die Kindersendungen der siebziger Jahre sind nur noch auf Youtube zu sehen. Rappelkiste! Von Thierry Chervel

Archiv: Presseschauen

Dieses schattenhafte Hin und Her!

27.07.2015. "Tristan und Isolde" ist das Thema Nr. 1. Katharina Wagners Inszenierung wird mit hochgezogenen Augenbrauen aufgenommen: Zu staatstragend, finden die einen. Die anderen sehen interessante Ideen, die ausbaufähig sind. Unumstrittener Held in Bayreuth ist aber Christian Thielemann, dessen herzklopfende Dynamik die FAZ in die Knie zwang. Außerdem: Die taz liest Modeblogs für Dicke. Mehr lesen

Die Peripherie der römischen Peripherie

27.07.2015. In der NZZ erklärt Olivier Roy, warum der "Islamische Staat" als säkular zu gelten hat. In der taz wendet sich Gabriele Goettle gegen 85.000 Schweine, die 15 Arbeitsplätze schaffen. Im Guardian plädiert Naomi Wolf gegen den bei südkalifornischen Mädchen so modischen "Vocal Fry". Im Deutschlandfunk spricht Juan Villoro über Gewalt in Mexiko. Und in Politico.eu knüpft Larry Sefiha von der jüdischen Gemeinde in Thessaloniki alle Hoffnungen an Europa. Mehr lesen

Spaghettimonster

27.07.2015. Geschichte neu erzählen: Dieter Kühn ist tot - New Online-Journalism: Anne Fromm über Instant Articles & Journalismus - Nach dem Financial-Times-Verkauf: Pearson will auch den Economist verkaufen - Reporterhölle: Abdalle Ahmed Mumin über Journalisten in Somalia - Shitstorms: Empörung hat stets ein Doppelgesicht - Frankreich: Geheimdienste dürfen alle Metadaten aufzeichnen - In memoriam: Wilhelm von Sternburg über die Wirklichkeiten der Elisabeth Langgässer. Mehr lesen

Roboterarm im Einsatz

21.07.2015. Guernica schreibt eine Poetik der Informationsflut. The Hedgehog Review beobachtet das Verschwinden des Körpers im Datenstrom. Auch Polen muss sich an mehr ethnische Vielfalt gewöhnen, fordert der Soziologe Alexander Smolar. Migranten können auch durch ihre Abwesenheit sehr präsent sein, versichert László Szilasi in HVG. Chinesische Schriftsteller spekulieren lieber an der Börse als zu schreiben, lernt Rue89. El Pais Semanal begutachtet den Reiskorn-Look der Koreanerinnen. Mehr lesen

Archiv: Bücher

Der Wettstreit zwischen Einbildung und Wirklichkeit

27.07.2015. Die FAZ stürzt sich vergnügt mit William Shaws "Kings of London" in die Subkultur der Sixties, auf die der Kolonialismus bereits seinen Schatten wirft. Die SZ würdigt David Nirenbergs Geschichte des westlichen Antijudaismus. Die FR geht mit Albert Ostermaiers Roman "Lenz im Libanon" streng ins Gericht. Mehr lesen

Himmlische Zeichen

17.07.2015. Ein Blick auf den grammatischen Selbstmord Goethes, das Ich von Kate Moss, die offenen Münder der Engel und den Geiz des Weltalls. Mehr lesen

Teilnehmende Beobachtung

04.07.2015. Ralf Rothmann über Väter und Söhne, Paula Hawkins über scheinbar perfekte Ehen, 570 Gedichte aus Afrika und die Geburt des modernen Istanbul - dies alles und mehr in den besten Büchern des Monats Juli. Mehr lesen

Zwanghafte Verführer

22.06.2015. In Carol O'Connells märchenhaftem Thriller "Kreidemädchen" müssen es Elfen in New York mit Hyänen und Ratten aufnehmen. In Dominique Manottis "Abpfiff" gedeihen Politik und Geschäft ganz prächtig auf der Ehrentribüne im Fußballstadion. Mehr lesen

Archiv: Magazin

Wenn einer nicht schlafen kann

22.07.2015. Ein Popsong als Diorama auf sämtlichen Kanälen, Tiere in Hotelzimmern auf Videobillboards, Chloë Sevigny als einsame Reisende in einem Spiegelkabinett: In Doug Aitkens Kunst gibt es nichts, was es nicht gibt, nichts, was nicht geht. Einstmals gefeiert als postmoderner Erzähler auf "multipler Leinwand", bespielt er nun die Frankfurter Schirn, als wäre sie sein Flagship-store. Mehr lesen

Kritik als Reparatur

22.07.2015. Muss der Betrieb gerettet werden oder die Kritik? Was wollen wir überhaupt von Kritik? Wie können wir sie verbessern? Indem wir die subjektlose Objektivität der heutigen Literaturkritik durch eine kollektive Subjektivität ersetzen. Dazu muss der Kritiker Kollaborateur werden, Gesprächspartner und Gastgeber. Mehr lesen

Kinder ihrer Zeit

06.03.2015. Der EuGH hat entschieden: ein Buch ist nur dann ein Buch, wenn es auf einem physischen Träger geliefert wird. Damit entfällt der reduzierte Mehrwertsteuersatz für Ebooks, die in Europa teuer bleiben. Das freut weder Autoren noch Verlage noch Kunden, nur die Betreiber von Webseiten zum illegalen Download. Mehr lesen

Trauer um Charlie Hebdo

09.01.2015. Wir erinnern mit einer Hommage an Charb, Cabu, Wolinski, Honoré und Tignous. Mehr lesen

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