Found Footage: Im Angesicht des Verbrechens.

Von Thomas Groh
28.04.2010. Diesmal keine eingebetteten Videos aus den einschlägigen Portalen, sondern ein Hinweis auf die arte-Mediathek für alle, die gestern Abend den Fernsehapparat nicht eingeschaltet haben: Dort kann man nun die ersten beiden Episoden von Dominik Grafs wirklich hervorragender Krimi-Serie "Im Angesicht des Verbrechens" für einige Tage auch online ansehen:
Folge 1 ist hier, Folge 2 dort.
Die zehnteilige Serie über das russische Mafiamilieu in Berlin wird am Samstagabend mit einer weiteren Doppelfolge fortgesetzt.
Selten wurde in den Medien so ausgiebig über den Start einer deutschen Serie berichtet: Es berichteten u.a. die taz, die Frankfurter Rundschau (heute noch eine nachgeschobene, etwas vergrätzte Kritik), die Jungle World ("Dominik Graf macht alles richtig"), eher verhalten der Freitag, etwas verspult die Welt (einer deutschen Serie den Vorwurf zu machen, sie sei überambitioniert, muss man auch erstmal hinkriegen ohne rot zu werden), die FAZ ("spannend und bewegend"), der Spiegel ("The Godfather made in Berlin"), die Süddeutsche, die Telepolis ("atemberaubendes Kriminalepos"), das Neue Deutschland ("grandiose Fernsehreihe"), der Tagesspiegel ("meisterhafte TV-Serie").
Daneben gibt es auch eine Reihe Interviews mit Graf: In der Zeit, auf Spiegel Online, beim Evangelischen Pressedienst, beim Film-Dienst und eins zum Nachhören (mp3-Direktlink!) aus der Sendung "Eins zu Eins" des Bayerischen Rundfunks sowie eins beim Deutschlandfunk. Schon etwas älter, aber während der Produktion von "Im Angesicht des Verbrechens" entstanden ist die Reihe von Videointerviews bei Cargo: Teil 1 und Teil 2. Das Interviewmagazin Cine-Fils hat ebenfalls ein Videointerview mit dem Regisseur geführt. Noch für ein paar wenige Tage online in der arte-Mediathek ist dieser Portraitfilm über Graf. Einen Werkstattbericht von Drehbuchautor Rolf Basedow kann man im Tagesspiegel nachlesen.
Sehr erfreulich außerdem: Quotenmeter.de und dwdl.de melden einen Quotenerfolg.
Weiteres: Der Alexander Verlag hat in seinem YouTube-Kanal ein Video der Podiumsdiskussion nach der Premiere auf der diesjährigen Berlinale online gestellt:

Die weiteren Teile der Diskussion gibt es hier.
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In der Ententeich-Rubrik Found Footage stellt Thomas Groh Netzvideo-Trouvaillen vor.